Österreich unterliegt Montenegro in der European League

Österreich verliert überraschend
Österreich verliert überraschendČTK / imago sportfotodienst / Yigit Oerme

Nach vier Testspielsiegen gegen Montenegro müssen Österreichs Volleyball-Herren einen Rückschlag hinnehmen. In Schwechat setzt sich Montenegro mit 3:1 durch und fügt der ÖVV-Auswahl die zweite Niederlage in der European League zu.

Die österreichischen Volleyball-Herren haben am zweiten Spieltag der CEV European League eine überraschende Heimniederlage kassiert. Im Multiversum Schwechat musste sich die Mannschaft von Teamchef Adam Swaczyna Montenegro nach 105 Minuten mit 1:3 (19:25, 25:20, 18:25, 20:25) geschlagen geben.

Dabei waren die Vorzeichen durchaus vielversprechend. Im Laufe des Jahres hatte Österreich alle vier Vorbereitungsspiele gegen Montenegro gewonnen und nach der erwarteten Auftaktniederlage gegen Favorit Finnland sollte nun der erste Erfolg der laufenden European-League-Saison folgen. Stattdessen präsentierten sich die Gäste in bestechender Form und setzten die Österreicher vor allem mit druckvollen Services permanent unter Druck.

Schon im ersten Satz fand die ÖVV-Auswahl nur selten zu ihrem gewohnten Spielaufbau. Montenegro dominierte die entscheidenden Ballwechsel und ging verdient mit 1:0 in Führung.

Österreich gleicht aus, verliert aber den Faden

Im zweiten Durchgang zeigte Österreich die erhoffte Reaktion. Angeführt von Lukas Glatz und Paul Buchegger stabilisierte sich das Spiel der Gastgeber, die deutlich konsequenter auftraten und den Satzausgleich zum 1:1 schafften.

Zum Matchcenter: Österreich - Montenegro

Die Hoffnung auf die Wende hielt allerdings nicht lange. Montenegro erhöhte in den folgenden Sätzen erneut den Druck am Service und zwang Österreich immer wieder zu ungenauen Annahmen. Dadurch konnten die Gäste ihr variables Angriffsspiel aufziehen, während die Hausherren zunehmend Schwierigkeiten hatten, ihre Offensivaktionen erfolgreich abzuschließen.

„Sie haben extrem druckvoll serviert. Wir haben kein Mittel dagegen gehabt und auch diagonal zu viele Punkte zugelassen“, analysierte Max Thaller nach der Partie. „Das Spiel war eine Warnung, dass wir die Taktik klarer spielen müssen.“

Auch Sebastian Sablatnig sprach den Gästen ein Kompliment aus: „Gratulation an Montenegro, sie haben gut gespielt und uns in der Annahme viel zu arbeiten gegeben. Im zweiten Satz hat man gesehen, dass wir unser Niveau abrufen können. Wir zeigen es im Training, jetzt müssen wir es aber auch am Feld im Spiel zeigen.“

Viel Arbeit vor dem Turnier in Estland

Mit 21 Punkten von Glatz und 18 Zählern von Buchegger stellte Österreich zwar die beiden erfolgreichsten Scorer der Partie, insgesamt gelang es jedoch nicht, die Konstanz über vier Sätze hinweg auf das Feld zu bringen.

Für Teamchef Adam Swaczyna lag die Ursache der Niederlage klar auf der Hand. „Sie haben toll serviert und in wichtigen Momenten Asse geschlagen. Wir konnten sie nicht stoppen. Der Unterschied war das Service. Wir müssen daraus lernen und weitermachen.“

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt der ÖVV-Auswahl nicht. Bereits in der kommenden Woche wartet das nächste European-League-Turnier in Estland. Dort soll die Trendwende gelingen, denn in der diesjährigen CEV European League geht es nicht nur um Siege, sondern erstmals auch um Tickets für die kommende Europameisterschaft.