US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino setzte im ersten Spiel nach der Weltmeisterschaft auf einen mutigen Verjüngungskurs und veränderte seine Startelf im Vergleich zum WM-Achtelfinale gegen Belgien (1:4) auf sieben Positionen. Gleich drei Teenager standen von Beginn an auf dem Platz: Neben dem 19-jährigen Orlando-Stürmer Ellis schickte Pochettino das erst 16-jährige Ausnahmetalent Cavan Sullivan (Philadelphia Union) sowie den 18-jährigen Peyton Miller (New England Revolution) ins Rennen.
Die junge Garde fügte sich nahtlos ein und legte einen Blitzstart hin: Bereits in der 4. Minute verwertete Ellis eine maßgeschneiderte Freistoßflanke von Gio Reyna per Kopf zur Führung – ausgerechnet in seinem Heimstadion. "Ich habe wahrscheinlich seit meinem fünften Lebensjahr hunderte Male von diesem Tag geträumt", zeigte sich Ellis nach dem Spiel überwältigt. "Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, es ist einfach verrückt."
Leverkusens Tillman verwandelt vom Punkt
Peru ließ sich vom frühen Rückschlag jedoch nicht beirren und schlug in der 15. Minute zurück. Routine-Stürmer Gianluca Lapadula köpfte eine präzise Eingabe von Yoshimar Yotún clever zum 1:1-Ausgleich ein.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gastgebenden wieder das Kommando. Der 17-jährige Joker Mathis Albert setzte sich auf dem linken Flügel durch und konnte von Jesus Pretell nur regelwidrig gestoppt werden. Obwohl das Foul knapp außerhalb des Sechzehners begann, entschied der jamaikanische Schiedsrichter Steffon Dewar auf Strafstoß. Malik Tillman übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zur 2:1-Führung.
Zum Match-Center: USA vs. Peru
In der 72. Minute legte das Team von Pochettino nach: Der ebenfalls eingewechselte 18-jährige Julian Hall drückte eine Flanke von Sebastian Berhalter zum 3:1 über die Linie. Den Schlusspunkt unter eine rundum überzeugende Vorstellung setzte Berhalter schließlich selbst, als er kurz vor dem Abpfiff mit einem wuchtigen Distanzschuss von der Strafraumgrenze den 4:1-Endstand markierte.
