Vor wenigen Wochen noch spielten sie bei der WM gegen Messi, Yamal oder Mbappé – jetzt sind Fußballstars wie Mohamed Salah, David Alaba oder Leon Goretzka auf Jobsuche.
Das Trio, das es zusammen auf 309 Länderspiele und sechs Champions-League-Triumphe bringt, bildet die Elite der Profis, die seit dem 1. Juli vereinslos sind.
Die Liste ist lang und prominent besetzt. So suchen auch Julian Brandt – der sich nach Ablauf seines Vertrags in Dortmund bei seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen fit hält – oder die einst sündhaft teuer transferierten Engländer Raheem Sterling und Jadon Sancho nach neuen Arbeitgebern.

Die Profis selbst blicken ihrer Zukunft gelassen entgegen. Goretzka sah sich im Mai noch in einer "privilegierten Situation", er wolle auf ein neues Projekt "100 Prozent Bock haben".
Goretzka mit Interesse aus der Serie A
Zuletzt galt Juventus Turin als heißer Kandidat, zwischenzeitlich stand die AC Mailand laut Medienberichten kurz vor einer Goretzka-Verpflichtung. Klar ist: Bei Bayern München verdiente Goretzka fürstlich, finanzielle Abstriche sind Teil eines zukünftigen Deals.

Etwas Exotisches für Salah?
Auch Salah bleibt laut seinem Umfeld ebenfalls entspannt. Zuletzt wurde über seinen Wechsel in die türkische Süper Lig, die MLS oder die Saudi Pro League spekuliert. Sein Vertrag beim FC Liverpool ist im Sommer ausgelaufen.

Planloser Alaba
Der frühere Starspieler vom FC Bayern und Real Madrid Alaba erklärte nach Österreichs WM-Aus, er habe sich noch "überhaupt keine Gedanken" über seine Zukunft gemacht.

Das Alter hat Spuren hinterlassen
Die Gründe für die (temporäre) Arbeitslosigkeit sind unterschiedlich. Im besten Fußballalter sind weder Salah, Alaba (beide 34) noch Goretzka (31). Ihre besten Jahre scheinen zudem hinter ihnen zu liegen.
In seinem Abschiedsjahr in Liverpool fand sich der ägyptische Torjäger Salah oft in der Reservistenrolle wieder, kam nur auf 14 Scorerpunkte in der Liga – sein persönlicher Topwert aus der goldenen Zeit unter Jürgen Klopp lag bei 47.
Auch Goretzka spielte beim FC Bayern keine tragende Rolle mehr, er war in der vergangenen Saison hinter Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic im defensiven Mittelfeld meist nur dritte Wahl, auch bei der WM blieb Goretzka bis auf wenige Minuten außen vor.
Sinkende Sterne bei ehemaligen Top-Talenten
Sancho – erst 26 Jahre alt – war zu besten Dortmunder Zeiten ein echter Unterschiedsspieler. Bei Europa-League-Sieger Aston Villa fand er sich vermehrt auf der Ersatzbank wieder.

Den Karriereweg vom gehypten Ausnahmetalent zum Sorgenkind kennt auch der 31-jährige Sterling. An seine Glanzzeiten bei Manchester City, als sein Marktwert zeitweise auf 160 Millionen Euro taxierte wurde, konnte der Flügelspieler nie wieder anknüpfen.

Zuletzt spielte er für Feyenoord Rotterdam. Nach einem Autounfall Ende Mai wurde er von der Polizei zwischenzeitlich in Gewahrsam genommen. Sein Vertrag in den Niederlanden lief Ende Juni aus.
