Im Finale trifft Fritz am Sonntag auf seinen Landsmann Frances Tiafoe, der beim 6:1, 6:3 gegen Daniel Altmaier (Kempen) im Anschluss weit weniger Mühe hatte. Letzter deutscher Sieger in Halle bleibt damit Florian Mayer 2016.
Im Duell mit Fritz, gegen den seine Pleitenserie 2024 im Achtelfinale von Wimbledon begonnen hatte, begann Zverev stark und hatte sofort Zugriff auf den Aufschlag des US-Amerikaners. Bereits das Service zum 2:1 nahm Zverev dem Wimbledon-Halbfinalisten von 2025 ab, sein Return funktionierte in der frühen Matchphase einwandfrei.
Dann wackelte Zverev, der in den vergangenen Runden so stark serviert hatte, selbst beim Aufschlag - er kassierte das Rebreak zum 3:3. 13 Punkte in Serie machte Fritz in dieser Phase bei Bullenhitze, Zverev drohte das Match zu entgleiten. Er nahm bei 3:4 und Einstand eine Behandlungspause und verließ unter Applaus den Platz, es schien ein Abbruch zu drohen.
Match-Center: Alexander Zverev vs. Taylor Fritz

Quälen bis zum Ausscheiden
Zverev kehrte aber zurück, spielte weiter und beendete den Tiebreak mit einem krachenden Aufschlag. Die Zuschauer jubelten. Zverev suchte an der Bande das Gespräch mit seinem Vater, die Probleme nahmen zu: Er suchte den schnellen Schuss und fand bei Aufschlagspielen von Fritz kaum noch statt. Das Break zum 4:5 für den Amerikaner war entscheidend für den zweiten Satz.
Zverev aber gab immer noch nicht auf. Nach zehn Minuten Hitzepause begann er damit, sich auch noch durch den dritten Satz zu quälen. Zunächst mit Erfolg, er blieb beim Aufschlag nahezu fehlerfrei - bis zum entscheidenden Break bei 4:4.
Aus dem dritten Finaleinzug in Halle wurde nichts, auch der erste Titel auf Rasen muss weiter warten. Am 29. Juni beginnt der Grand Slam in Wimbledon.
