Österreichs Nationalteam will am Sonntag, 18 Uhr den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg in der UEFA Nations League machen. Drei Tage nach dem 3:1-Auftakterfolg gegen Israel wartet im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion der Kosovo.
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Beide Mannschaften halten nach dem ersten Spieltag bei drei Punkten. Während Österreich Israel in Linz mit 3:1 bezwang, setzte sich der Kosovo mit 1:0 gegen Irland durch. Damit kommt es in Wien zum direkten Duell um die frühe Führung in Gruppe B3.
Für Ralf Rangnick könnte die Aufgabe sogar schwieriger werden als zum Auftakt. „Gegen Irland haben sie verdient gewonnen. Wir stellen uns auf einen Gegner ein, der uns viel abverlangen wird“, warnte der ÖFB-Teamchef. Ein zweiter Heimsieg würde Österreich bereits eine gute Ausgangsposition für die weiteren Partien verschaffen.
Besonders ist die Begegnung auch aufgrund des gegnerischen Trainers. Mit Franco Foda kehrt jener Mann nach Wien zurück, der Österreich von 2018 bis 2022 betreute. Unter anderem führte der Deutsche das ÖFB-Team bei der EURO 2021 erstmals in der Geschichte in ein EM-Achtelfinale.

Schlager kennt Fodas Spielweise
Einer, der Foda besonders gut kennt, ist Xaver Schlager. Der Mittelfeldspieler feierte 2018 unter dem damaligen Teamchef sein Debüt für Österreich. „Er ist sehr strukturiert, versucht nicht das größte Risiko einzugehen. Es ist ihm wichtig, hinter dem Ball Ordnung zu haben“, beschrieb Schlager die Spielweise des Gegners. Der Kosovo habe sich unter Foda weiterentwickelt und werde Österreich alles abverlangen.
Für das ÖFB-Team wird es deshalb darauf ankommen, an die guten Phasen aus dem Israel-Spiel anzuknüpfen. „Wichtig ist, dass wir Stabilität in die Leistungen bringen und uns stetig weiterentwickeln“, sagte Schlager.
Österreich und der Kosovo treffen erstmals überhaupt in einem Länderspiel aufeinander. Die Gäste liegen aktuell auf Platz 77 der FIFA-Weltrangliste.
Gregoritsch-Einsatz fraglich, Debütant im Tor
Ein Fragezeichen steht bei Österreich hinter Michael Gregoritsch. Der Angreifer musste gegen Israel wegen Problemen am Knöchel ausgewechselt werden. Eine strukturelle Verletzung liegt laut Rangnick nicht vor, Schmerzen machen einen Einsatz am Sonntag aber fraglich.
Die Entscheidung soll erst am Spieltag fallen. Rangnick machte klar, dass er angesichts des engen Programms kein Risiko eingehen möchte: „Wir werden keinen aufstellen, der nicht 'completely reloaded' ist.“
Fix ist hingegen eine Änderung im Tor. Gegen Israel stand Alexander Schlager zwischen den Pfosten, gegen den Kosovo soll ein anderer Keeper zum Einsatz kommen. Ob Rangnick LASK-Keeper Lukas Jungwirth oder RBS-Goalie Christian Zawieschitzky das Vertrauen schenkt, ließ er offen.
Nach dem Heimspiel geht es für Österreich zweimal in die Fremde. Am Donnerstag wartet im Aviva Stadium das Duell mit Irland, drei Tage später kommt es in Pristina bereits zum Rückspiel gegen den Kosovo.
