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Fehlstart, aber Aussicht auf Besserung: Iraola optimistisch trotz Liverpool-"Frust"

Liverpool-Trainer Andoni Iraola sieht Grund zum Optimismus
Liverpool-Trainer Andoni Iraola sieht Grund zum OptimismusReuters / Scott Heppell

Liverpool bleibt auch nach zwei Premier-League-Spieltagen ohne Sieg – doch Trainer Andoni Iraola sieht in der Reaktionsfähigkeit seiner Mannschaft beim 2:2 gegen Nottingham Forest erste Zeichen des Aufbruchs.

Es war ein ähnliches Bild wie eine Woche zuvor gegen Newcastle: Liverpool geriet in Rückstand, kämpfte sich zurück, holte einen Punkt – und reiste mit einem bittersüßen Gefühl nach Hause. Dan Ndoyes Führungstor für Forest entstand direkt aus einem Konter, begünstigt durch eine träge erste Halbzeit der Hausherren.

Match-Center: FC Liverpool vs. Nottingham Forest

Erst nach der Pause zeigte Liverpool das Gesicht, das Iraola sehen will: Alexander Isak glich kurz nach der 60. Minute aus, Neuzugang Victor Munoz erzielte den späten Ausgleich – wie bereits sechs Tage zuvor gegen Newcastle, als er den entscheidenden Elfmeter in der Schlussphase herausgeholt hatte.

Das strukturelle Problem: Zu passiv ohne Ball

"Ich finde, wir haben uns in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert. Wir waren viel intensiver, haben den Ball schneller laufen lassen und mit mehr Drang nach vorne gespielt", sagte Iraola. "Aber das reicht nicht, um das Spiel zu gewinnen. Wir müssen uns die erste Halbzeit ankreiden."

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

Die größere Sorge für den Spanier ist Liverpools anhaltende Schwäche in der ersten Halbzeit – eine Marotte, die aus der vergangenen Saison verschleppt wurde. Auch Iraola benannte das Problem: "In der ersten Halbzeit waren wir ohne Ball zu passiv, haben zu große Abstände gelassen und es uns etwas zu bequem gemacht. Als wir die Intensität erhöht haben, haben wir mehr Zweikämpfe gewonnen und schneller sowie besser nach vorne gespielt. Diese fehlende Intensität ohne Ball hat uns wehgetan."

Barcola im Anmarsch

Der Kontext macht den Druck auf Iraola verständlich: Liverpool war nach dem Meistertitel 2025 in der vergangenen Saison auf Platz fünf abgestürzt, trotz Transfers im Wert von 446 Millionen Pfund (rund 521 Millionen Euro). Iraola wurde im Sommer verpflichtet, um das Team neu auszurichten – mit einem pressingintensiven, tempobetonten Ansatz, der an Klopps Ära erinnern soll.

Weitere Verstärkung ist nun offiziell im Anmarsch: Liverpool hat sich mit PSG auf einen Transfer von Bradley Barcola geeinigt. Der 23-jährige Franzose wechselt für eine Sockelablöse von 100 Millionen Pfund (117 Millionen Euro), zuzüglich weiterer 20 Millionen Pfund (23 Millionen Euro) an Bonuszahlungen. Der Flügelspieler, der in Paris zuletzt hinter Ousmane Dembélé, Khvicha Kvaratskhelia und Désiré Doué um Einsatzzeiten kämpfte, gilt als Idealbesetzung für Iraolas temporeichen Stil.