Mbappé hatte die WM 2026 als erfolgreichster Torschütze der Weltmeisterschaftsgeschichte abgeschlossen – ein Rekord, der zuvor für unerreichbar galt. Dazu war er in der abgelaufenen Saison jeweils bester Torschütze in LaLiga und der Champions League.
Trotzdem blieb ihm ein großer Titel verwehrt: Frankreich schied bei der WM aus, Real Madrid gewann weder die Meisterschaft noch die Königsklasse.
Mourinho greift PSG und Spanien direkt an
Besonders pikant: Mourinho nutzte seine Argumentation für einen direkten Seitenhieb gegen die Konkurrenz. "Man kann den Ballon d'Or nicht einfach einem Spieler geben, nur weil er die Champions League oder die Weltmeisterschaft gewonnen hat", sagte er. "Wenn wir die Champions League auszeichnen wollen, dann gebt ihn Luis Enrique. Für die spanische Nationalmannschaft gebt ihn De la Fuente. Der beste Spieler der Welt ist etwas anderes – und er spielt weder bei PSG noch im spanischen Team."
Eine unmissverständliche Ansage in Richtung der PSG-Stars Ousmane Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia sowie Spaniens Weltmeister Rodri, die allesamt zu den heißesten Ballon-d'Or-Anwärtern zählen. Auch Englands Torjäger Harry Kane gilt als ernsthafter Kandidat.
Dreierpack gegen Sociedad – AS schwärmt
Die Argumentation seines Trainers untermauerte Mbappé zuletzt mit Taten: Beim 4:1-Sieg am Mittwoch gegen Real Sociedad erzielte er einen Dreierpack. Kein Wunder, dass die Madrider Sportzeitung AS ihn am Samstag mit der Titelschlagzeile "Mbappé hat den Ballon d'Or im Visier" auf die Titelseite brachte.

Mourinho schloss seine Ausführungen mit einem historischen Vergleich, der die Dimension seiner Aussage verdeutlicht: "Für mich sollte der Ballon d'Or an einen dieser Spieler gehen, die, wenn sie ihre Karriere beenden, für immer vermisst werden. Maradona, Ronaldinho, Ronaldo Nazario, Cristiano Ronaldo, Messi, Zidane…" – eine Reihe, in die er Mbappé offensichtlich einreiht.
