Der Triumph in Europa ist das klare Ziel für Hansi Flick und seine Mannschaft. Der fulminante Start in die Saison 2026/27 zeigt, dass die Rädchen ineinandergreifen: Barça presst noch unerbittlicher als zuvor und schnürt die Gegner regelrecht in deren Hälfte ein. Bereits fünfmal erzielten die Katalanen in dieser Spielzeit mindestens fünf Treffer und dominierten in jeder Partie den Ballbesitz.
Während Raphinha und Lamine Yamal als Leistungsträger die Schlagzeilen bestimmen, verfiel ein anderer Star in einen spürbaren Durchhänger: Dani Olmo.
Noch ohne eigenen Treffer 2026/27
Obwohl Olmo im Sommer mit der spanischen Nationalmannschaft den WM-Titel feierte, verlief sein Start in die neue Vereins-Saison verhalten. Zwar kam er in jeder Partie zum Einsatz, stand jedoch nur beim 7:2-Kantersieg gegen Racing Santander über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. In dieser Begegnung steuerte er einen seiner bislang drei Vorlagen bei, die beiden weiteren Assists gelangen ihm beim 5:0-Erfolg gegen den Vorletzten FC Valencia. Ein eigener Treffer blieb ihm bisher verwehrt.

Diese Ausbeute passt ins Bild seiner bisherigen Zeit in Barcelona: Seit seinem Wechsel von RB Leipzig im Sommer 2024 verbuchte Olmo in 96 Pflichtspielen lediglich 20 Tore und 18 Vorlagen. Für die Ansprüche der Blaugrana ist das zu wenig – und erklärt, warum der 28-Jährige nie nachhaltig den Status eines Unangefochtenen festigen konnte.
Geldregen für Barça, Neuanfang für Olmo?
Da Barcelona nach wie vor auf Transfereinnahmen angewiesen ist, um selbst auf dem Markt tätig zu werden, überraschen die Gerüchte über ein mögliches Angebot des FC Bayern München im Januar kaum. Olmo kennt die Bundesliga aus seiner erfolgreichen Zeit in Leipzig bestens. Auch wenn er selbst keine Wechselabsichten geäußert hat, dürfte die Aussicht auf regelmäßige Startelfeinsätze bei einem europäischen Topklub durchaus Reiz ausüben.

Mit einem geschätzten Marktwert von 60 Millionen Euro läge Olmo im finanziellen Rahmen der Bayern. Barça wiederum könnte den Erlös dringend gebrauchen, um die eigenen Finanzen weiter zu konsolidieren.
Luft nach oben in den Statistiken
Aus sportlicher Sicht liefert Olmo ein zwiespältiges Bild: Nur Pedri, Raphinha und Lamine Yamal kreierten im Team noch mehr Torchancen als er (116). Allerdings ist seine Passquote von 85,01 % eine der schwächsten im Kader und der Ankerwert unter Barcelonas offensiven Mittelfeldspielern. Zudem kamen von seinen 38 Flanken aus dem Spiel heraus lediglich acht an (21,05 %). Rechnet man Standardsituationen wie Ecken und Freistöße hinzu, verfehlten 78 seiner 102 Hereingaben einen Mitspieler.

Diese Effizienzprobleme tragen maßgeblich dazu bei, dass andere Akteure derzeit den Vorzug erhalten. Konkurrenten wie Fermín López bringen eine Dynamik und Zielstrebigkeit auf den Platz, die Olmo aktuell vermissen lässt.
In der Hierarchie nach hinten gerutscht
Konstant durchschnittliche Leistungen reichen auf Dauer bei einem Klub wie Barcelona nicht aus. Da weitere Talente auf ihre Chance drängen, könnte Hansi Flick bei einem passenden Angebot im Winter durchaus grünes Licht für einen Transfer geben.

Gelingt es den Bayern, Olmo wieder zu jener Form zu verhelfen, die ihn einst in Leipzig auszeichnete, bekämen die Münchner einen gereiften Offensivspieler im besten Alter zu einem attraktiven Preis. Eines scheint jedenfalls klar: Unabhängig davon, ob der FC Bayern im Januar ernst macht – die langfristige Zukunft von Dani Olmo liegt wohl nicht mehr im Camp Nou.
