Er habe es vorher gar nicht gewusst, erzählte Tresoldi bei Sat.1, dass er nach der geplanten Auswechslung von Stammkapitän Tom Bischof (59.) die Binde erhalten sollte. "Er hat es mir in der Halbzeit gesagt. Ich dachte erstmal, das ist ein Spaß. Aber es ist natürlich schön, ich bin richtig stolz." Und auch wenn es nur knapp 30 Minuten waren. "Das war das erste Mal, dass ich Kapitän war", sagte Tresoldi. Und wer weiß? "Wir haben noch zwei Spiele, Tom ist nicht mehr da. Mal schauen, wer es wird."
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Bischof verabschiedete sich nach dem Spiel in Riga Richtung A-Nationalmannschaft, für die U21-Spiele auf Malta am Mittwoch (18.00 Uhr/Sat.1) und zum Abschluss am 6. Oktober in Bielefeld gegen Georgien muss DFB-Trainer Antonio Di Salvo deshalb einen Ersatz bestimmen. Es dürfte Tresoldi werden.
Tresoldi: "Ich entscheide jetzt"
"Er hat es sich verdient, dass ich über ihn nachdenke, weil er einfach ein Führungsspieler ist, schon sehr lange Part unseres Teams ist und sehr viele Tore gemacht hat", sagte Di Salvo und meinte mit einem Augenzwinkern: "Heute war er Kapitän, vielleicht ist er es dann auch in Zukunft."
Tresoldi (FC Brügge), der noch ohne Binde zum 3:0 traf (52.) und mit seinem 13. U21-Tor dem Rekord von Pierre Littbarski (18) immer näher kommt, fühlte sich im nasskalten Daugava-Stadion jedenfalls direkt pudelwohl in seiner neuen Rolle.
Ob Debütant Paris Brunner nach seinem Doppelpack einen ausgeben müsste, wurde er zum Abschluss des Interviews gefragt. "Ja, hoffentlich", sagte Tresoldi und lachte: "Ich bin jetzt Kapitän, ich entscheide jetzt."
