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Gegen "hochtalentierte" Griechen: Klopp will Revanche im brodelnden Toumba-Theater

Jürgen Klopp sinnt auf Revanche nach der Heimniederlage gegen Griechenland.
Jürgen Klopp sinnt auf Revanche nach der Heimniederlage gegen Griechenland.REUTERS/Kai Pfaffenbach

Auf die Revanche für die "griechische Tragödie" hat Jürgen Klopp richtig Bock. "Das wird eine hitzige Atmosphäre, eine nächste Herausforderung. Das wird stressig - aber der nächste Entwicklungsschritt. Wir lernen und performen ja unter Stress", sagte der neue Regisseur der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem zweiten Akt im brodelnden Toumba-Theater von Thessaloniki.

Nach seinem ersten Sieg im neuen Amt gegen Serbien (2:0) will Klopp am Sonntag (20.45 Uhr/RTL und Flashscore-Audioreportage) in der Hafenstadt am Thermaischen Golf unbedingt nachlegen, auch mit Blick auf den angepeilten Viertelfinaleinzug in der Nations League. Dort ist die DFB-Auswahl (4 Punkte) zur Halbzeit hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer Griechenland (7) und den Niederlanden (5) Dritter. Nur die ersten beiden Teams ziehen in die K.o.-Phase ein.

Der starke Auftritt gegen die Serben dient als Mutmacher, auch wenn dem Bundestrainer der erfahrene Serge Gnabry aus Gründen der Belastungssteuerung fehlen wird. "Nach dem Sieg trauen wir uns eher zu, auch das nächste Spiel zu gewinnen", sagte Klopp, der mit seiner noch 23-köpfigen Mannschaft nach dem Abschlusstraining in Herzogenaurach in die Stadt mit dem Wahrzeichen Weißer Turm (Lefkós Pýrgos) flog.

Doch wie geht Klopp die Aufgabe gegen den Sensations-Europameister von 2004 an? Reißt er seine Erfolgself gleich wieder auseinander und schaut sich auch noch die letzten verbliebenen Neulinge wie Finn Jeltsch an? Oder vertraut er dem wiedererstarkten Zauberer Florian Wirtz mit dessen kongenialen Nebenleuten?

Zum Match-Center: Griechenland vs. Deutschland

Zumindest dürfte sein Team besser eingestellt sein als bei der Niederlage vor einer Woche in Augsburg (0:1). "Wir hatten vor dem Spiel keine Zeit, Abläufe zu festigen. Da hatten wir auch gute Phasen, aber nicht lange genug. Dieser Kader hatte jetzt viel mehr Einheiten", betonte Klopp.

Wirtz warnt vor Griechenland

Sicher scheint zumindest der Wechsel im Tor zu sein: Nach Marc-André ter Stegen bei Klopps Premiere in den Niederlanden (1:1), Alexander Nübel im Hinspiel gegen die Griechen und Jonas Urbig in seinem Münchner "Wohnzimmer" gegen Serbien dürfte Klopp noch einmal einen Novizen bringen: Der Augsburger Finn Dahmen und Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt) können auf ihr Debüt gegen "eine hochtalentierte Mannschaft" hoffen.

Ob der Gegner erneut in einem tiefen Block antreten oder vor seinen hitzigen Fans offensiver agieren wird, wollte Klopp per Videostudium des Spiels der Griechen gegen die Niederlande (2:2) herausfinden. Wirtz mahnte: "Ich stand gegen sie schon auf dem Platz, es war nicht einfach. Und es wird nicht einfacher als in Deutschland. Wir müssen wieder ein sehr gutes Spiel hinlegen."

Gnabry sekundierte vor seiner Abreise am Freitagnachmittag: "Wir erwarten ein schweres Spiel. Die Stimmung dort wird sehr, sehr angespannt sein." Die Griechen, warnte der Münchner, "waren im ersten Spiel sehr, sehr aggressiv, sind hinten gut gestanden". Wenn allerdings abermals eine Leistung wie gegen Serbien gelinge "und wir so viele Chancen kreieren, dann kann auch eins fallen".

Dann könnte Klopp eine Serie fortsetzen: Alle Bundestrainer gewannen spätestens ihr zweites Auswärtsspiel, nur Berti Vogts (Unentschieden) und Erich Ribbeck (Niederlage) nicht schon gleich das erste. Auch auf seinen ersten Auswärtsdreier hat Klopp: richtig Bock.

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