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Lewandowskis Dreierpack und Dzekos Abschied: Die Schlaglichter zur Nations League

Robert Lewandowski feiert seinen Hattrick für Polen gegen Rumänien.
Robert Lewandowski feiert seinen Hattrick für Polen gegen Rumänien.Jacek Szydłowski / PGE Narodowy

Ein erster Rückschlag für Zinédine Zidane, der Abschied von Edin Dzeko, ein Dreierpack des "ewigen" Robert Lewandowski. Die Schlaglichter zur Nations League.

ZIDANES HEIMPREMIERE

Zinédine Zidane ließ im Stade de France den Kopf hängen. Die Heimpremiere als Nationaltrainer Frankreichs, das Wiedersehen mit Italien gut 20 Jahre nach dem Kopfstoß im WM-Finale von Berlin - diesen Abend hatte sich "Zizou" ganz anders vorgestellt. "Ich bin sehr enttäuscht für die Spieler, wir hätten Besseres verdient", sagte Zidane nach dem 1:1 (0:0) in der Nations League: "Aber so ist Fußball."

Ein Traumtor von Bayern Münchens Michael Olise (55.) reichte nicht, weil Alessandro Bastoni (68.) den Ausgleichstreffer erzielte. Und so sei dieser Abend in Frankreichs Hauptstadt der "erste Rückschlag der Zidane-Ära" gewesen, titelte die L'Équipe.

DZEKOS ABSCHIED

Pyro-Salven, Sprechchöre und ein Spalier seiner Mitspieler: Bei der Abschiedsparty von Edin Dzeko aus der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas fehlte jedoch das Wichtigste - ein Tor des Rekordspielers und ein Sieg. Das 152. Länderspiel des 40-Jährigen endete in Zenica gegen Schweden mit 1:1 (0:0).

Seinen 73 Toren hätte der Schalker beinahe noch eins hinzugefügt: Dzeko erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die vermeintliche Führung, doch der Treffer zählte nicht, weil der Ball bereits im Toraus gewesen war. "Für mein Land zu spielen, war das emotionalste Privileg, das mir der Fußball je beschert hat", sagte Dzeko, der an den Weltmeisterschaften 2014 und 2026 teilnahm, "das Schönste, was mir je passiert ist."

LEWANDOWSKIS DREIERPACK

Auch mit 38 Jahren ist Robert Lewandowski noch immer eine Klasse für sich. Drei Tore steuerte der Kapitän zu Polens 6:0 (1:0) gegen Rumänien bei. Mit einem verwandelten Foulelfmeter (24.) begann der ehemalige Dortmunder und Münchner Bundesligastürmer seine Torgala. Nach der Pause legte er mit dem 2:0 nach (47.), ehe er kurz vor Schluss den Endstand herstellte (86.).

Lewandowski klaute damit Cristiano Ronaldo einen Rekord und ist nun der älteste Dreierpacker in der Nations League: Mit 38 Jahren und 42 Tagen löste er den Portugiesen (34 Jahre und 120 Tage) ab, der schmollend die Nationalmannschaft verlassen und seinen endgültigen Abschied angedeutet hatte. Lewandowski hat jetzt 92 Länderspieltore und sieben Dreierpacks für Polen auf dem Konto.

TÜRKISCHER FRUST

Der türkische Fußball liegt am Boden. Daheim wurde der Schiedsrichter-Chef Ferhat Gündogdu unter Manipulationsverdacht in Untersuchungshaft genommen, in Lüttich geriet die Nationalmannschaft mit 0:3 (0:1) gegen Belgien unter die Räder. Und der italienische Trainer Vincenzo Montella, der die Türkei bei der EM 2024 ins Viertelfinale, zur WM in Nordamerika und in die A-Liga der Nations League führte, immer mehr unter Druck.

Nach der dritten Pleite im dritten Saisonspiel schloss sich auch die Sportzeitung Fanatik den Forderungen der Fans an: "Es ist das Beste für dich, dich im Guten zu verabschieden, ohne deinen Ruf weiter zu beschädigen." Das Spiel am Montag (20.45 Uhr) in seiner Heimat Italien könnte Montellas letztes sein.

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