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Ronaldo schmollt, in Österreich scheppert's: Die Schlaglichter zur Nations League

Cristiano Ronaldo saß bei den Portugiesen in Norwegen nur auf der Bank.
Cristiano Ronaldo saß bei den Portugiesen in Norwegen nur auf der Bank.Marius Simensen / Bildbyran Photo Agency / Profimedia

Ein schmollender Cristiano Ronaldo, vom Pech verfolgte Norweger, ein glücklicher Doppelpacker für die Niederlande und "scheppernde" Österreicher. Die Schlaglichter zur Nations League.

EINGESCHNAPPTER RONALDO

90 Minuten auf der Bank – das musste Cristiano Ronaldo in einem Pflichtspiel Portugals seit 18 Jahren nicht mehr erleben. Entsprechend war der Superstar wenig begeistert. Beim 2:1-Sieg über Norwegen schmorte der 41-Jährige eingepackt in seiner Winterjacke als Zuschauer. Nach Abpfiff ließ er sich nicht bei den rund 500 mitgereisten Fans blicken.

Zum Match-Center: Norwegen vs. Portugal

"Warum hat er sich nicht bei den Fans bedankt? Das müsst ihr ihn selbst fragen. Ich kann seine Gedanken nicht lesen, aber ich werde es wissen, wenn ich mit ihm spreche", sagte Nationaltrainer Jorge Jesus. Sein Plan sei es gewesen, Ronaldo in der zweiten Halbzeit einzuwechseln. "Aber der Spielverlauf hat es anders vorgesehen. Es ergab keinen Sinn, einen Stürmer mit seinen Eigenschaften einzuwechseln." Oder zeichnet sich etwa langsam ab, dass ein neues portugiesisches Team geformt wird?

UNGLÜCKLICHE NORWEGER

Während Ronaldo auf der Bank schmollte, waren die Norweger auf dem Spielfeld vom Pech verfolgt. Erling Haaland hätte angesichts der Anklagen gegen Manchester City im Finanzskandal eigentlich genug zu verarbeiten, zu allem Überfluss vergab er am Sonntag auch noch drei Großchancen, die er an einem normalen Tag wohl verwandelt hätte.

Als er dann doch traf, währte die Freude nur kurz. Norwegens Torhüter Örjan Nyland patzte folgenschwer und spielte Goncalo Ramos den Ball beim Abstoß direkt in die Füße. Der Portugiese überlupfte den Keeper aus rund 20 Metern sehenswert.

NEWCOMER ALS DOPPELPACKER

Zweites Länderspiel, zwei Tore: Für Mexx Meerdink wurde die Partie zwischen Serbien und den Niederlanden zum persönlichen Traumabend. Bei seinem erst zweiten Einsatz für die Elftal traf der 23-Jährige gleich doppelt. "Ich befinde mich in einem Traum. Beim zweiten Tor dachte ich wirklich: Was passiert hier eigentlich? Es war ein Jugendtraum, dass ich für Oranje spielen darf, und ich habe es noch nicht so richtig realisiert", sagte Meerdink nach dem Spiel.

Mit einem solchen Auftritt hatte er kaum rechnen können: Ursprünglich war er für die Länderspielserie gar nicht vorgesehen. Erst die verletzungsbedingte Absage von Donyell Malen öffnete ihm die Tür zur Nationalmannschaft – und Meerdink nutzte seine Chance.

IN ÖSTERREICH SCHEPPERT'S

Ralf Rangnick zeigte sich zufrieden. "Es hat wieder gescheppert", sagte der 68-Jährige nach dem 3:1-Erfolg gegen den Kosovo. Angesichts einer neuformierten österreichischen Mannschaft war vor der Partie offen, wie die Chancen gegen die spielstarken Kosovaren stehen würden. Doch Rangnicks Philosophie ging auf.  "Ich habe zu Beginn des Lehrgangs gesagt, es muss wieder scheppern im Training. Und ich finde, heute hat es fast 90 Minuten gescheppert."

Sein neues Credo: "Wir werden zukünftig nur Spieler einladen und erst recht einsetzen, die hundertprozentig fit sind. Das ist Voraussetzung für unsere Spielweise. Nur ein bisschen Pressing funktioniert nicht."

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