Blick Richtung WM 2027 in Brasilien: Wück will zu den "Top Fünf" gehören

Die DFB-Frauen haben sich souverän für die WM 2027 in Brasilien qualifiziert.
Die DFB-Frauen haben sich souverän für die WM 2027 in Brasilien qualifiziert.REUTERS/Borut Zivulovic

Sommerpause hin, Urlaub her: Christian Wück macht Druck. Mit der erfolgreichen Qualifikation der deutschen Fußballerinnen für die WM im kommenden Jahr in Brasilien will sich der Bundestrainer nur kurz zufrieden geben. "Das war eine sehr souveräne Gruppenphase mit 16 von 18 Punkten und 18:1 Toren", sagte Wück nach dem 2:0 (1:0) zum Quali-Abschluss in Slowenien: "Wir wollen dazugehören, wir wollen unter die Top Fünf. Aber es ist ein ständiges Auf und Ab."

Diesen Wankelmut zeigte die kräftig durcheinandergewürfelte Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auch in Ljubljana. Der Bundestrainer sah an seinem 53. Geburtstag eine mäßige Leistung seiner Schützlinge. Ein Eigentor von Lara Prasnikar (39.) sowie ein Treffer von Shekiera Martinez (50.) reichten dennoch für den Sieg. Es war der sechste deutsche Erfolg im sechsten Duell mit Slowenien.

Zum Match-Center: Slowenien vs. Deutschland

Die Begegnung hatte keine große Bedeutung mehr für das DFB-Team. Der zweimalige Weltmeister konnte sich bereits am vergangenen Freitag durch den Sieg gegen Norwegen (2:0) das WM-Ticket sichern. Als Folge rotierte Wück personell. Der Coach änderte seine Startelf im Vergleich zur Norwegen-Partie gleich auf acht Positionen.

Wück reist nach Brasilien

"Natürlich war das keine Glanzleistung von uns. Aber man darf nicht vergessen, an welchem Zeitpunkt der Saison wir stehen. Viele Spielerinnen sind müde", sagte Wück im ZDF: "Wir haben gesehen, dass wir vor Herausforderungen stehen. Aber wir haben auch gesehen, dass wir Potenzial haben."

Um dieses Potenzial abzurufen, möchte Wück keine Zeit verlieren. Der Ex-Profi will die Vorbereitungen auf die Endrunde 2027 (24. Juni bis 25. Juli) zügig vorantreiben. Seine Reise ins Land des Gastgebers steht kurz bevor. "Ich möchte so schnell wie möglich die Pläne rund um das Basecamp enger schnüren", sagte Wück: "Ich weiß noch nicht, wann wir es endgültig festmachen. Aber ich möchte so schnell wie möglich im Kopf haben, was uns erwartet."

Die nächsten Länderspiele stehen dann ab Oktober an. "Wir wollen da die nächsten Schritte gehen ohne den Druck zu haben, uns noch qualifizieren zu müssen. Da können wir Dinge ausprobieren", sagte Wück: "Das werden für uns Spiele sein, die wir als Vorbereitungsmaßnahmen nutzen. Mit Blick auf die Gegner werden wir die bestmöglichen Lösungen suchen. Davor werden wir viele Scouting-Touren machen und die Vereine besuchen, um bestens vorbereitet zu sein."