Márquez stand bei den Weltmeisterschaften 2002, 2006, 2010, 2014 und 2018 als Spieler auf dem Platz – und schied jedes Mal genau in dieser Runde aus. "Als Spieler ist es mir bei diesen fünf Turnieren nicht gelungen, wir sind leider immer an derselben Hürde gescheitert", sagte er. "Heute bekomme ich als Trainer diese zweite Chance."
Der frühere Star von AS Monaco und FC Barcelona, mit dem er unter anderem vier spanische Meisterschaften und zwei Champions-League-Titel feierte, übernimmt das Amt von Javier Aguirre. In dessen Trainerstab war Márquez bereits bei der vergangenen WM tätig, die Mexiko als Co-Gastgeber austrug. Unter Aguirre gelang den Mexikanern mit einem 2:0-Sieg im Sechzehntelfinale gegen Ecuador im Aztekenstadion der erste Erfolg in einer WM-K.-o.-Runde seit 40 Jahren.
Márquez will mit Mexiko "klare Identität" schaffen
Anstatt alles umzukrempeln, möchte Márquez auf diesem Fundament aufbauen. "Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Javier gibt mir großes Vertrauen, diesen Weg fortzusetzen. Ich kenne die Spieler und das Umfeld bestens", so der 47-Jährige. Genau diese Vertrautheit sei der Schlüssel, um die Mannschaft noch weiter nach vorne zu bringen.
Neben dem sportlichen Erfolg liegt Márquez vor allem die Haltung des Teams am Herzen: "Wir wollen eine klare, wettbewerbsfähige Identität schaffen und den Fans eine Mannschaft präsentieren, auf die sie stolz sein können – ein Team, das unabhängig vom Gegner immer alles gibt."
Sein Debüt an der Seitenlinie gibt Márquez am 26. September im US-amerikanischen Baltimore gegen Kolumbien. Das Spiel bildet den Auftakt zu einer vier Stationen umfassenden US-Tour, bei der Mexiko anschließend auf Peru (in New Jersey), die USA (in Glendale, Arizona) und Chile (in Los Angeles) trifft.
