Bitter an der Verletzung: Sie passierte ausgerechnet in dem Moment, als Modiba einen sehenswerten Freistoßtreffer für die Mamelodi Sundowns im Heimspiel gegen den marokkanischen Klub AS FAR erzielte. Beim Rückspiel fehlte er zwar, doch sein Team setzte sich am Ende im Gesamtergebnis durch.
Sollte Modibas Verletzung nicht rechtzeitig auskurieren, stünde Kaizer-Chiefs-Spieler Bradley Cross als dritte Option im Bafana-Bafana-Kader bereit. Bislang sieht es jedoch ganz danach aus, als könne Modiba rechtzeitig fit werden.
Große Bühne bei WM-Eröffnung
Südafrika trifft am Donnerstag im Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt auf Gastgeber Mexiko. Danach folgen die weiteren Gruppenspiele gegen Tschechien in Atlanta (18. Juni) und Südkorea in Monterrey (24. Juni). Dank seiner großen Erfahrung gilt Modiba als absoluter Wunschkandidat für die Startelf gegen Mexiko – vorausgesetzt, das medizinische Team gibt grünes Licht für die vollen 90 Minuten.
Zum Match-Center: Mexiko vs. Südafrika
Modibas Weg im Profifußball ist bemerkenswert: Entdeckt wurde sein Talent über das renommierte Nedbank Ke Yona-Talentsichtungsprogramm, das jährlich Tausende Jugendliche testet, um den besten unter ihnen den Weg in die Profikarriere zu ebnen. Damals spielte er noch auf dem linken Flügel und überzeugte das Trainerquartett um Shakes Mashaba, Owen Da Gama, Khabo Zondo und Mike Mangena in der Ke Yona-Kampagne 2014. Zu diesem Zeitpunkt wurde er bereits in der Transnet School of Excellence ausgebildet.
Leistungsträger bei den Sundowns
Seinen ersten Profivertrag unterschrieb er bei den Mpumalanga Black Aces, für die er im Februar 2015 sein PSL-Debüt gab. Bereits in der darauffolgenden Saison avancierte er unter Trainer Muhsin Ertugral zum Stammspieler. Als die Lizenz des Klubs an John Comitis verkauft wurde, um den neuen Verein Cape Town City für die Saison 2016/17 zu gründen, wollte Modiba den Umzug in die "Mother City" nicht mitmachen. Nach nur zwei Einsätzen wechselte er noch im selben Transferfenster zu SuperSport United.
Bei "Matsatsantsa" verbrachte er vier erfolgreiche Jahre, ehe er zum Stadtrivalen Mamelodi Sundowns wechselte, wo er seither zu den absoluten Leistungsträgern gehört.
Insgesamt blickt der 30-Jährige auf beeindruckende 375 Profieinsätze zurück (davon 296 in der Startelf), in denen er 32 Tore erzielte – eine starke Ausbeute für einen Außenverteidiger. Für Bafana Bafana lief er seit seinem Debüt im COSAFA Cup im Juni 2016 bereits 47-mal auf. Nur wenige Monate nach seinem Einstand gehörte er außerdem zum südafrikanischen Aufgebot bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.
Modiba als offensivere Option
Seine Konkurrenten um den Startplatz gegen Mexiko können da in Sachen Erfahrung nicht mithalten: Der 22-jährige Samukele Kabini (Molde FK, Norwegen) bringt es gerade einmal auf sechs Länderspiele. Bradley Cross steht sogar erst bei einem einzigen Einsatz, den er vergangenen Monat gegen Nicaragua feierte.
Taktischer Vorteil: Durch seine Vergangenheit als Flügelstürmer ist Modiba defensiv vielleicht nicht der robusteste Verteidiger, dafür im Spiel nach vorne aber eine echte Waffe. Kabini und Cross hingegen agieren deutlich defensivorientierter – ein Detail, das für Nationaltrainer Hugo Broos bei der finalen Aufstellung den Ausschlag geben dürfte.
