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WM-"Sündenbock"? Galatasaray-Coach Okan Buruk verteidigt Nationalspieler Sané

Leroy Sané konnte die Erwartungen auch bei der WM 2026 nicht erfüllen.
Leroy Sané konnte die Erwartungen auch bei der WM 2026 nicht erfüllen.REUTERS/Peter Cziborra

Trainer Okan Buruk vom türkischen Fußball-Rekordmeister Galatasaray hat Leroy Sané gegen die seiner Meinung nach ungerechte Kritik am Nationalspieler in Deutschland in Schutz genommen. "Leroy ist einer der letzten, den man als Sündenbock auswählen kann", sagte Buruk bei Sky über das neuerliche deutsche WM-Desaster und betonte: "Er hat in jedem Spiel versucht, alles zu geben und sehr viel dafür getan."

Es sei "leider aber fast schon zur Mode geworden", Sané zu kritisieren, ergänzte Buruk: "Ich finde es ehrlich gesagt aber fast schon ein bisschen lustig, dass man Leroy Sane jetzt zum Sündenbock macht. Er hat keine schlechte WM gespielt."

Sané mit ordentlicher Saison in Istanbul

Sané (30) gilt als eines der möglichen "Opfer" beim Neustart unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Coach Buruk aber traut seinem Schützling weiterhin viel zu. "Ich muss auch besonders erwähnen, dass Leroy sehr, sehr positiv aus dem Urlaub zurückgekommen ist. Er fühlt sich im Kreis der Mannschaft sehr wohl. Wir bauen ihn jetzt körperlich wieder auf und freuen uns, dann in der neuen Saison wieder mit ihm arbeiten zu können."

Sanés Vertrag bei Gala läuft noch bis 2028. In seiner ersten Saison am Bosporus hatte er in 43 Pflichtspielen sieben Tore erzielt und neun vorbereitet. Bei der WM stand der 80-malige Nationalspieler (18 Tore) in allen vier Begegnungen in der Startelf. Beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador erzielte er seinen ersten WM-Treffer.