"Jetzt kann man sich freuen, man darf auch feiern, ein Stückchen in seinem Kopf, aber gewonnen ist halt auch noch gar nichts", mahnte Geschäftsführer Bob Hanning. Am Sonntag (18 Uhr/Dyn und DAZN) treffen die Füchse Berlin auf den Rekordsieger FC Barcelona.
"Ich habe immer gesagt, nicht die beste Mannschaft muss unbedingt das Final Four gewinnen, sondern die, die sich für die 48 Stunden am besten vorbereitet hat und das Momentum hat", sagte Hanning. Beim 40:35 (19:17) im Halbfinale "haben wir es auf jeden Fall gehabt".
Am Sonntag wollen die Füchse alles dafür geben, das Momentum zu halten. "Wir wissen auch von letzter Saison, dass nach einem geilen Spiel nichts gewonnen ist", sagte Nationalspieler Tim Freihöfer bei Dyn: "Ich will mir nicht ein zweites Mal die Silbermedaille umhängen." Im Vorjahr unterlag Berlin im Endspiel schließlich noch dem SC Magdeburg, am Samstag gelang die Revanche.
Mem warnt vor Gidsel
Nun wartet Barcelona, das erst nach packender Verlängerung mit 37:32 (15:11, 28:28, 33:30) Aalborg HB um den deutschen Spielmacher Juri Knorr aus dem Weg geräumt hat. Dika Mem – ab der Saison 2027/28 bei den Füchsen – erwartet "ein hartes Spiel. Das ist mit Sicherheit eine der besten Mannschaften der Welt", sagte der Kapitän der Katalanen.

Ein besonderes Augenmerk gilt dann dem Welthandballer Mathias Gidsel. "Er wird mit Sicherheit viele Tore erzielen. Wir werden morgen versuchen, es ihm so schwer wie möglich zu machen. Aber ich denke, jeder weiß, dass er momentan der beste Spieler ist", sagte Mem: "Es wird schwer werden, ihn zu stoppen."
Match-Center: Berlin vs. Barcelona
Wiegert enttäuscht: "Die richtigen Worte gibt es nicht"
Auf eine aufmunternde Ansprache und erzwungenen Optimismus verzichtete Bennet Wiegert. "Die richtigen Worte an das Team jetzt nach solchen Niederlagen gibt es einfach nicht – und ich werde auch nicht versuchen, sie zu finden", sagte Magdeburgs Trainer nach dem bitteren Aus im Halbfinale des Final-Four der Champions League gegen die Füchse.

"Es sind dann die Kleinigkeiten, die über den Ausgang dieses Halbfinals mit zwei so tollen Mannschaften entscheiden", so Wiegert. Er sei kein Fan von plakativen Aussagen, aber hoffe, dass sein Team stärker zurückkommt. "Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es Schmerz braucht, um Widerstandsfähigkeit zu bekommen." Nur: "Haben möchte das trotzdem keiner."
Die Meisterschaft in der Bundesliga bleibt 2025/26 der einzige Titel für die erfolgsverwöhnten Magdeburger. Am Sonntag trifft der SCM im Spiel um Platz drei auf Knorrs Aalborg.
