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"Wir sind nur Außenseiter": Füchse jagen Wüsten-Jackpot mit höchster Konzentration

Füchse-Trainer Nicolej Krickau tritt mit seinem Team bei der Klub-WM in Ägypten an.
Füchse-Trainer Nicolej Krickau tritt mit seinem Team bei der Klub-WM in Ägypten an.ČTK / imago sportfotodienst / Philipp Stevens

Mickey-Mouse-Cup, Show-Turnier, Kirmes-Veranstaltung: Die Klub-Weltmeisterschaft im Handball wird gern belächelt. Doch Bob Hanning kann das Gerede nicht mehr hören. "Der Weltpokal hat für alle Teilnehmer einen maximalen Stellenwert", sagte der Geschäftsführer der Füchse Berlin im rbb-Interview.

Dass Hanning so etwas sagt, verwundert kaum. Der Hauptstadt-Klub ist als einziger deutscher Vertreter dabei, wenn in der neuen Hauptstadt Ägyptens ab Freitag der neue Champion ausgespielt wird. Beim Blick auf die namhafte Konkurrenz, spätestens aber beim Blick aufs Preisgeld erschließt sich die Aussage des Füchse-Chefs.

Knapp 300.000 Euro warten auf den Weltmeister im Wüsten-Jackpot. Eine Summe, die zumindest im Handball nicht alltäglich ist. Bereits zwei Mal - 2015 und 2016 - kamen die Berliner in den Genuss des Sieger-Checks, zehn Jahre später soll der nächste Coup gelingen.

Füchse sehen sich als Außenseiter

"Das ist ein ganz großes Ziel – und natürlich mit Prestige verbunden", sagt Hanning. Er muss aber auch eingestehen, dass die Füchse im Wettstreit mit dem ungarischen Starensemble von One Veszprém HC und Titelverteidiger FC Barcelona nur hoffnungsvoller Außenseiter sind. "Wir sind sicherlich alles, aber kein Titelfavorit", so Hanning. Zumal sich nach den Langzeitverletzten Nils Lichtlein und Fabian Wiede nun auch noch Torhüter Andreas Palicka mit einer Handverletzung abmeldete.

Gespielt wird in zwei Vierergruppen, deren Sieger am Ende im Endspiel den neuen Champion ermitteln. Hanning wünscht sich ein Finale gegen Barcelona und damit die Neuauflage des Champions-League-Finales. Doch dafür muss der deutsche Vizemeister, der in dieser Saison einen kleinen personellen Umbruch erlebt, in der Gruppe erstmal Veszprém aus dem Weg räumen. Jenes Team also, gegen das es in der vergangenen Woche in der Königsklasse eine 29:35-Heimniederlage setzte.

"Wir sind in diesem Jahr nur Außenseiter. Trotzdem wollen wir Veszprém diesmal einen anderen Kampf bieten und die Möglichkeit haben, das Champions-League-Finale gegen Barcelona zu wiederholen", sagt Hanning. Los gehts für die Füchse am Freitag (16.45 Uhr) gegen das kuwaitische Team von Burgan SC, danach geht es im Zwei-Tages-Rhythmus weiter. Am Ende werden es vier Spiele in sieben Tagen sein.

Zum Match-Center: Burgan SC vs. Füchse Berlin

Einer, der auf jeden Fall am Donnerstag kommender Woche im Finale stehen will, ist Mathias Gidsel. Der dänische Ausnahmekönner hat im Handball schon fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Der Titel bei der Klub-WM fehlt ihm. Noch.

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