Zverev, der 2016 (gegen Florian Mayer) und 2017 (gegen Roger Federer) zweimal das Finale in Ostwestfalen verloren hatte, spielt nun am Freitag gegen den Sieger des Qualifikanten-Duells zwischen dem Belgier Raphael Collignon und dem Italiener Mattia Bellucci um den Einzug unter die letzten vier. Diese kann auch Daniel Altmaier erreichen, der Kempener trifft im Viertelfinale auf den zweimaligen Halle-Finalisten Daniil Medvedev.
"Erst seit ein paar Tagen wieder auf Rasen"
Ich bin sehr zufrieden, es war ein gutes Rasenmatch. Ich hatte nicht viele Chancen, doch die habe ich genutzt", sagte der Hamburger am Stadionmikrofon: "Noch klappt nicht alles. Aber ich spiele ja erst seit ein paar Tagen wieder auf Rasen und gebe mir noch Zeit."
Anders als bei seinem mühsamen Drei-Satz-Sieg zum Einstieg in die Terra Wortmann Open gegen den Tschechen Vit Kopriva zeigte Zverev über die kompletten 1:21 Stunden eine sehr konzentrierte Leistung. Keine einzige Breakchance ließ der 29-Jährige gegen den fünfeinhalb Jahre älteren Karlsruher zu und war mit seinem Service sehr zufrieden.

"Der wichtigste Schlag auf Gras ist aber der Return, noch wichtiger als der Aufschlag", sagte Zverev. Und da war er auf seinem "Unlieblingsbelag" noch nicht auf dem gewünschten Niveau, erarbeitete sich nur zwei Breakchancen, von denen er eine nutzte. Noch ist aber etwas Zeit, um bis zum Beginn des Wimbledon-Turniers am 29. Juni auch da in Schwung zu kommen.
Hanfmann hält lange gut dagegen
Im erst zweiten Duell zwischen Zverev und Hanfmann - das zuvor einzige Match hatte Zverev 2018 im Achtelfinale von München in drei Sätzen gewonnen - spielte der große Favorit schon zu Beginn sehr konzentriert. Oma Natalia und seine Lebensgefährtin Sophia Thomalla sahen in der Box, wie Zverev den 34 Jahre alten Karlsruher im ersten Satz entscheidend zum 5:3 breakte. In einem ausgeglichen ersten Durchgang war es die einzige Breakchance überhaupt.
Außenseiter Hanfmann, der in Halle noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen ist, hielt auch im zweiten Satz zumeist gut mit und ließ bei eigenem Aufschlag wenig zu. Die zunächst einzige Breakchance hatte Zverev beim Stand von 2:1, Hanfmann hielt das Match aber offen. Erst im Tiebreak war er dann machtlos.
Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Yannick Hanfmann
