Die neue Saison des FC Bayern begann mit einer seltenen Niederlage. Auf ein paar Tage Training folgte ein 1:2 beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.
Doch was auf den ersten Blick aussieht wie eine Peinlichkeit, war in Wahrheit ein Muster ohne Wert: Podar-Stiube, El-Chaar, Matosevic, Schaff, Della Rovere oder Assomo – die Namen in der Anfangsformation von Trainer Vincent Kompany dürften selbst eingefleischte Anhänger überfordert haben.

Kader wird erst Stück für Stück komplett
Am Montag steigen immerhin die deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich, Manuel Neuer, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic ins Training ein. Dasselbe gilt für Nathaniel Brown, der für bis zu 55 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt verpflichtet wurde.

Zunächst werden die genannten Profis ihre Leistungstests absoliveren, dann reisen sie an den Tegernsee zu einem viertägigen Trainingslager. Auch bei der Asienreise der Bayern werden die DFB-Spieler mit dabei sein. Bis Kompany alle Spieler beisammen hat, wird es aber noch dauern.
Reise nach Südkorea und Hongkong
Bei den Spielen in Südkorea gegen Jeju FC (4. August) und den Premier-League-Klub Aston Villa (7. August in Hongkong) werden Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano ebensowenig dabei wie Jamal Musiala, Alphonso Davies, Serge Gnabry, Lennart Karl und der 50 Millionen teure Neuzugang Ismael Saibari. Sie alle sollen erst später ins Training an der Säbener Straße einsteigen.

Olise wird bleiben
Das gilt dann vor allem auch für Olise, den Real Madrid wohl vorerst von seiner Einkaufsliste gestrichen hat – die Königlichen haben neuerdings ein Auge auf Yan Diomande von RB Leipzig geworfen.
Weshalb der Münchner Sportdirektor Christoph Freund am Rande des Tests in Wiesbaden noch entspannter als sonst betonen durfte: Ein Verkauf von Olise "ist für uns gar kein Thema. Wir freuen uns, wenn der Michael zurückkommt, wenn er wieder einsteigt."

Boey und Palhinha dürfen gehen
Für zwei andere Spieler, die gegen Wehen Wiesbaden immerhin in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kamen, gilt das eher nicht: Sacha Boey und João Palhinha werden trotz ihrer bis 2028 laufenden Verträge nicht mehr gebraucht. "Sie trainieren jetzt mit, aber sie werden in unserer Planung keine große Rolle mehr spielen", sagte Freund.
Versuche, die beiden zu verkaufen, sind bislang gescheitert, angeblich auch aufgrund der Ablösesummen, die der FC Bayern fordert.
Beide waren zuletzt verliehen worden. Boey an Galatasaray, Palhinha an Tottenham Hotspur. Der Portugiese aber hat Freund womöglich nicht richtig verstanden: "Der Plan ist", sagte er, "meine Position hier zu behalten." Der FC Bayern aber sieht das anders, Freund wollte deshalb auch eine weitere Leihe nicht ausschließen.

Ndiaye soll fest verpflichtet werden
Kurz vor dem Abschluss steht im Gegensatz dazu die Verpflichtung von Bara Sapoko Ndiaye. "Letzte Details sind noch zu klären, aber ich gehe davon aus, dass er mit uns in die Saison startet", berichtete Freund. Der 18-Jährige Senegalese war in der Rückrunde bereits von der Fußball-Akademie Gambinos Stars Africa in Gambia ausgeliehen.
