Kaiser Naruhito erklärte die Spiele im Beisein von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry für eröffnet. Bereits am Sonntagmorgen wird nach dem Triathlon die erste Goldmedaille vergeben. Es ist eine von insgesamt 43 Sportarten, die bis zum 4. Oktober auf dem Programm stehen. In sieben davon geht es direkt um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Der enorme Andrang stellte die Organisatoren vor logistische Herausforderungen. Da aus Kostengründen auf ein zentrales Athletendorf verzichtet wurde, schlafen die Sportler auf einem Kreuzfahrtschiff, in temporären Holzbauten sowie in umliegenden Hotels. Das verlief nicht reibungslos: Vereinzelt gab es bereits Beschwerden über zu kurze Betten, Wasserschäden und Engpässe bei den Zimmern.
Tennis-Profi Eala als einer der Stars des Turniers
Auch organisatorisch lief nicht alles nach Plan. Bereits vor der offiziellen Eröffnung starteten erste Wettkämpfe – dabei kam es beim Hockey zu einem Fauxpas: Vor dem Spiel Südkoreas gegen Bangladesch wurde fälschlicherweise die nordkoreanische Hymne gespielt.
Sportlich gilt China erneut als klarer Favorit auf den ersten Platz im Medaillenspiegel. Schon 2023 in Hangzhou sicherte sich das Land 201 von 383 vergebenen Goldmedaillen. Zu den prägenden Figuren des Turniers könnten das philippinische Tennistalent Alexandra Eala oder das erst 13-jährige chinesische Schwimmphänomen Yu Zidi werden.
Für Aufsehen sorgt zudem die Nominierung von Lin Yu-ting im Boxen der Frauen, zwei Jahre nach ihrer kontrovers diskutierten Goldmedaille in Paris. Nordkorea reist wiederum mit über 100 Athleten in 14 Disziplinen an – mit dem erklärten Ziel, "dem Machthaber Kim Jong Un Freude zu bereiten".
