Kapitän Jan Zimmermann sprang seinen Teamkollegen völlig euphorisiert in die Arme. In jede verfügbare Kamera schrien die deutschen Volleyballer ihre Freude.
Später ballerte im Mannschaftsbus der Partyschlager "Wackelkontakt" aus den Boxen, die ganz große Sause sparten sie sich nach dem überraschenden Einzug ins EM-Viertelfinale aber dann doch. Denn nun wartet Topfavorit Polen.
Gerade hatten die Deutschen den Co-Gastgeber Bulgarien in der Runde der letzten 16 dank einer furiosen Aufholjagd ausgeschaltet – prompt stellten sie jedoch fest: "Jetzt kommt mit Polen nicht gerade ein leichterer Gegner, es wird eher noch schwerer. Da wartet eine super schwere Aufgabe. Aber man hat gesehen, dass nichts unmöglich ist", sagte Außenangreifer Moritz Reichert vor dem Showdown am Dienstag gegen den Titelverteidiger.
Match-Center: Polen vs. Deutschland
Hexenkessel von Sofia überstanden
Durch den dramatischen 3:2-Erfolg nach 0:2-Rückstand gegen die Bulgaren steht die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) erstmals seit fünf Jahren wieder im Viertelfinale einer Europameisterschaft. Und das, obwohl der Großteil der 13.250 Fans im Hexenkessel von Sofia gegen sie war. "0:2 hinten zu sein und dann noch mit den Fans gegen sich, ist keine leichte Aufgabe und zeigt, wie gut wir als Team zusammenhalten", sagte Reichert.
Sollten Zimmermann und Co. in Bulgariens Hauptstadt auch die Polen niederringen, ginge es anschließend in Mailand um die Medaillen. Zum ersten Mal seit 2017, als Deutschland nach einer Finalniederlage gegen Russland Silber holte.
Bis dato das beste EM-Ergebnis der DVV-Historie. Edelmetall gleich beim ersten großen Turnier unter dem neuen Bundestrainer Massimo Botti wäre ein großer Erfolg.
