Er spiele "mit nur einem Ziel", sagte Sadio Mané: "Wenn meine Karriere zu Ende geht, möchte ich keinen einzigen Zweifel daran haben, was ich für mein Land geleistet habe." Für den Senegal zu spielen sei für ihn schließlich "eine Mission – weit mehr als nur ein Fußballspiel."
Auf Afrikas zweimaligen Fußballer des Jahres wartet das erste K.o.-Spiel bei einer WM. Das ist dem 34-Jährigen bislang verwehrt geblieben. Auch, weil der Senegal 2018 in Russland wegen der Fairplay-Wertung ausgeschieden war.
2022 in Katar schaffte es sein Heimatland zwar ins Achtelfinale, doch Mané musste dabei verletzt zusehen. Nun ist sein Moment gekommen. Am Mittwoch (22Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) im Sechzehntelfinale gegen Belgien. Seine Rolle? Unverändert.
Match-Center: Belgien vs. Senegal
"Nicht mehr ganz so flink"
Bei seiner wohl letzten WM, trägt Mané die Hoffnungen des Senegals auf seinen Schultern. Natürlich sei der ehemalige Bayern-Stürmer "nicht mehr ganz so flink wie mit 25", sagte der frühere senegalesische Nationalspieler El Hadji Diouf über seinen Nachfolger. Aber: "Mit ihm auf dem Platz steigen unsere Chancen, ein Spiel zu gewinnen, auf 60 Prozent."

Nicht, weil Mané noch immer zuverlässig für jene Glanzmomente sorgen könnte, die ihm allen voran beim FC Liverpool Legendenstatus einbrachten.
"Er macht wirklich außergewöhnliche Dinge"
Sondern, weil er als Anführer und Vorbild vorangeht. Er könne über Mané "fast ein Buch schreiben", schwärmte Trainer Pape Thiaw nach dem letzten Gruppenspiel gegen den Irak: "Er macht wirklich außergewöhnliche Dinge."

Beim WM-Viertelfinalisten von 2002 scheinen sie akzeptiert zu haben, dass von Mané selbst keine Kunststücke mehr zu erwarten sind. Umso mehr sei er "für die Mannschaft da, nimmt Einfluss, ist der technische Anführer dieses Teams", so Thiaw: "Sadio ist wirklich ein Vorbild für den gesamten afrikanischen und den Weltfußball."
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