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Schon wieder Muheim: Hamburg schlägt Gladbach dank Weitschusstoren

Hamburg bejubelt den Treffer von Miro Muheim.
Hamburg bejubelt den Treffer von Miro Muheim.Foto von MARCUS BRANDT / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Traumtore gegen die Abstiegssorgen: Der Hamburger SV hat auch dank des magischen linken Fußes von Miro Muheim das Schlusslicht Borussia Mönchengladbach auf Distanz gehalten. In einem intensiven Flutlichtduell zweier zuletzt taumelnder Traditionsvereine siegte der HSV mit 3:1 (1:1) und machte einen mächtigen Satz aus der unteren Tabellenregion.

Muheim war früh im Spiel zum dritten Mal in dieser Saison aus der zweiten Reihe erfolgreich (11.) - nach dem Seitenwechsel legten Eigengewächs Shafiq Nandja (60.) mit seinem ersten Bundesligatreffer und Albert Grönbaek (70.) mit dem nächsten sehenswerten Tor für den HSV nach. Die Hamburger kletterten über Nacht sogar in die obere Tabellenhälfte.

Knackpunkt Platzverweis

Joe Scally (44.) traf zwischenzeitlich für die Borussia, die sich durch die Gelb-Rote Karte für Ko Itakura (49.) aber selbst schwächte. Der Sprung vom letzten Tabellenplatz war für den 17 Jahre alte DFB-Neuling Wael Mohya und sein Team trotz einer guten ersten Hälfte somit unmöglich.

HSV-Trainer Merlin Polzin hatte in personell angespannten Zeiten auf ein Rückkehrer-Trio gehofft, doch lediglich Abwehrchef Sebastiaan Bornauw schaffte es in die Startelf, während Yussuf Poulsen zunächst auf der Bank Platz nahm. Auf der Gegenseite setzte Alexander Blessin wieder auf seinen Super-Youngster: Mohya, der sich nach seiner überraschenden Kader-Nominierung noch in diesem Monat zum drittjüngsten Debütanten im DFB-Team aufschwingen könnte, stürmte über die linke Seite.

Die Noten zum Spiel
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Die Anfangsphase gehörte aber dem Heimteam. Nach einem Schnitzer von Scally scheiterte Patson Daka zunächst freistehend an Borussia-Keeper Daniel Batz (8.), kurz darauf aber herrschte im vollbesetzten Volkspark Volksfeststimmung. Dank Muheim, der schon wieder aus der Distanz traf - diesmal überwand er Batz aus etwa 25 Metern per Flachschuss.

Zum Match-Center: Hamburger SV vs. Borussia Mönchengladbach

Traumtor von Groenbaek

Die ansehnliche Partie hatte in der ersten Hälfte nur wenig von Abstiegskampf. Martin Adeline belohnte eine feine Kombination des HSV aber nicht mit dem 2:0 (14.). Auch Gladbach spielte munter nach vorne, immer mittendrin: Der quirlige Mohya, dessen DFB-Nominierung seine Eltern nach eigener Aussage zu Tränen gerührt hatte.

Die Statistiken zum Spiel
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Beiden Teams boten sich weitere gute Chancen. Fallen wollte der zweite Treffer aber erst kurz vor der Pause. Es waren die Gäste, die nach Scallys eigentlich unscheinbarem Schuss, den Robin Hack wohl noch leicht abfälschte, jubelten.

Doch die zweite Hälfte begann mit einem Schock für die Borussen: Der unclever agierende Itakura durfte nach einem Halten gegen David Möller Wolfe nicht mehr mitspielen. Nach drei Pflichtspielpleiten in Folge eröffnete sich dem HSV plötzlich eine riesige Chance. Nandja nutzte die neuen Räume schnell aus und drosch den Ball über die Schulter von Batz ins Tor. Noch schöner machte es wenig später Grönbaek, der aus der Distanz ins Kreuzeck traf.

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