Nach French-Open-Triumph: Zverev mit wackligem ersten Sieg gegen Tschechen Kopriva

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Alexander Zverev freut sich über seinen Erstrundensieg in Halle.
Alexander Zverev freut sich über seinen Erstrundensieg in Halle.REUTERS/Leon Kuegeler

French-Open-Champion Alexander Zverev hatte Probleme mit der Umstellung auf Rasen, in Halle gewann er aber dennoch das erste Einzel-Match nach seinem Grand-Slam-Triumph: Bei dem ATP-Turnier in Westfalen setzte sich der 29-Jährige in Runde eins mit 6:3, 4:6, 6:2 gegen den Tschechen Vit Kopriva durch.

"Die ersten Matches nach einem Belagwechsel sind immer tricky, aber ich bin glücklich, dass ich meine Chancen genutzt habe", sagte Zverev nach dem Sieg gegen die Nummer 64 der Weltrangliste: "Es ist der Belag, wo ich am wenigsten Erfolg habe in meiner Karriere. Aber ich habe hier schon mal gegen Roger Federer gewonnen, ich weiß, dass ich auch auf diesem Belag gutes Tennis zeigen kann."

Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Vit Kopriva

Im ersten Satz gelang dem 29 Jahre alten Hamburger das frühe Break. Im zweiten Durchgang auf dem gut gefüllten Centre Court konnte Zverev, der in dem dunkelblauen Outfit seines Paris-Triumphs spielte, jedoch nicht von den Aufschlagschwächen seines Gegners profitieren. Im dritten Satz erspielte er sich schließlich in einem engen Spiel mit dem Break zum 3:2 den entscheidenden Vorteil für den Sieg.

Auch Altmaier noch in Halle dabei

Im Achtelfinale kommt es für den an Position eins gesetzten Zverev zum deutschen Duell mit Yannick Hanfmann. Der 34 Jahre alte Karlsruher hatte zuvor etwas überraschend mit 6:2 und 6:2 gegen Joao Fonseca aus Brasilien gewonnen. Von dem möglichen Aufeinandertreffen mit dem French-Open-Sieger wusste Hanfmann nichts: "Ich schaue mir nie das Draw an, aber das ist natürlich ein Highlight für mich."

Mit dem Sieg von Hubert Hurkacz (Polen) gegen den Russen Andrey Rublev (Nr. 8) steht außerdem der Gegner von Daniel Altmaier, dem dritten noch im Turnier verbliebenen Deutschen, fest.

Zverev hat mit dem Auftaktsieg in Halle eine beeindruckende Bilanz von 17:1 in Erstrundenpartien in den letzten 52 Wochen ausgebaut. Die einzige Niederlage kassierte er gegen Arthur Rinderknech (Frankreich) in der ersten Runde von Wimbledon.

In Halle stand die deutsche Nummer eins bereits zwei Mal im Endspiel. Gewinnen konnte er das Turnier noch nicht, 2016 unterlag er Florian Mayer, 2017 scheiterte er an Rekordchampion Roger Federer.

Zverev auch im Doppel noch im Rennen

Eine Neuauflage des Finals von Paris ist in Halle bereits nicht mehr möglich - der Italiener Flavio Cobolli schied am Montag in der ersten Runde gegen Francis Tiafoe (USA) aus. Auch Titelverteidiger Alexander Bublik (Kasachstan) musste nach einer Niederlage gegen den Italiener Mattia Bellucci bereits die Segel streichen.

Zverev hatte am Montag an der Seite seines guten Freundes Marcelo Melo im Doppel bereits einen erfolgreichen Einstand ins Turnier gefeiert. Das Duo sorgte für eine stolze Zuschauerzahl von 12.500 Tennisfans auf der Haller Anlage.

Für den Hamburger sind die Terra Wortmann Open die Generalprobe für das Highlight der Rasensaison in Wimbledon (ab 29. Juni). "Ich musste jetzt auch viel außerhalb des Platzes machen. Aber das sind alles positive Dinge. Wenn ich jetzt ein bisschen müder davon bin, das nehme ich sehr gerne in Kauf", sagte Zverev über die Tage in Halle.