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Rybakina gewinnt erstmals die US Open – Kein dritter Titel für Sabalenka

Aktualisiert
Elena Rybakina
Elena RybakinaREUTERS/Eduardo Munoz

Die Nummer eins war bereits in ihrer Tasche, nun hat sie auch den Siegerpokal im Gepäck: Elena Rybakina hat zum ersten Mal die US Open gewonnen. Die Kasachin entthronte im Finale von New York die Belarussin Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2. Schon vor dem Endspiel hatte festgestanden, dass Rybakina ihre Kontrahentin am kommenden Montag nach 99 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ablösen wird.

Rybakina, die ihren dritten Grand-Slam-Erfolg nach Wimbledon 2022 und den diesjährigen Australian Open perfekt machte, kann sich zusätzlich über ein Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen Dollar (rund 4,7 Millionen Euro) freuen. "Ich hatte das nicht erwartet, als ich zu diesem Turnier kam", sagte sie demütig und bezeichnete Sabalenka als "großen Champion".

Zum Match-Center: Aryna Sabalenka vs. Elena Rybakina 

Sabalenka hatte in den vergangenen beiden Jahren in New York triumphiert, sie hätte als erst dritte Spielerin nach Chris Evert und Serena Williams den Hattrick schaffen können. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", erklärte Sabalenka unter Tränen: "Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber ich möchte Jelena zu einem unglaublichen Jahr und Turnier gratulieren. Ich wünschte, ich hätte besser gespielt. Hoffentlich im nächsten Jahr."

Statistiken: Sabalenka vs. Rybakina
Statistiken: Sabalenka vs. RybakinaFlashscore

Sabalenka, die gegen Rybakina im Januar bereits das Endspiel der Australian Open verloren hatte und seit März auf einen Turniersieg wartet, "vollendete" dagegen ein Jahr zum Vergessen: Erstmals seit 2023 blieb die physisch stärkste Spielerin auf der WTA-Tour in einer Saison ohne Grand-Slam-Erfolg. Der 28-Jährigen aus Minsk stand ein ums andere Mal ihre Emotionalität im Weg, viele Matches schenkte sie so her.

Sabalenka mit vielen Unsicherheiten

Die 27-jährige Rybakina, die in der Vergangenheit von Atemwegserkrankungen, Infekten oder Schlaflosigkeit ausgebremst wurde, hat am Samstag hingegen nun auch offiziell das Kommando auf den Hardcourts, dem langjährigen Sabalenka-Territorium, übernommen.

Dies lag einerseits an ihren verlässlich harten Grundschlägen, aber auch an der teils erheblichen Streuung in Sabalenkas Spiel, das sich besonders im ersten Satz zwischen beeindruckenden Gewinnschlägen und unerklärlichen Fehlern bewegte.

Rybakina bot ihrer Kontrahentin allerdings auch ihrerseits Möglichkeiten, besonders die Quote ihrer ersten Aufschläge lag zeitweise nur bei rund 30 Prozent. Sabalenka machte vor den Augen der früheren russischen Starspielerin Maria Sharapova sowie von Unterhaltungsgrößen wie Brad Pitt und Sängerin Pink für eine Spielerin ihres Ranges erschreckend wenig daraus.

Im zweiten Durchgang stieg das Spielniveau dann auf beiden Seiten deutlich, das Match wurde eines Major-Finals würdig. Sabalenka riss das Publikum mit und schaffte den Satzausgleich. "Großen Sport" sah nun auch Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker am Mikrofon von Sporteurope.tv.

Im Entscheidungssatz aber fiel Sabalenka, die geschlechterübergreifend als erste Person acht Grand-Slam-Finals auf Hartplatz in Folge erreicht hat, wieder in alte Muster zurück.