"Bei mir ging es nie darum, ob ich aus dem Tief herauskomme, sondern wann", sagte Lys, die nach ihrem Zweitrunden-Aus bei den French Open noch bittere Tränen der Enttäuschung vergossen hatte: "Ich habe mich die letzten Wochen sehr viel um meinen Körper gekümmert und war bei vielen Ärzten. Ich fühle mich jetzt wieder sehr, sehr wohl auf dem Platz und habe sehr viel Spaß."
Zum Match-Center: Magdalena Frech vs. Eva Lys
Im Anschluss an die French Open hatte sie öffentlich gemacht, dass eine Rheuma-Erkrankung ihr "immer wieder Rückenprobleme" bereite, die sie "die letzten Wochen mitgeschleppt" habe. Davon war in Berlin jedoch nichts mehr zu sehen.

Im umkämpften ersten Durchgang vergab Lys zunächst drei Satzbälle, behielt im Tiebreak aber die Nerven und gewann diesen durch einen Netzroller. Die 24-Jährige wirkte deutlich positiver als zuletzt in Paris, ballte immer wieder die Faust und genoss sichtlich die Unterstützung des heimischen Publikums.
Nach einem Problem mit ihren Schnürsenkeln, die die Stuhlschiedsrichterin schließlich entwirren musste, ließ die einzige deutsche Teilnehmerin im Hauptfeld ihrer Gegnerin im zweiten Satz kaum noch Chancen und brachte den Sieg souverän nach Hause.
Lys auf Punktejagd
Lys war zuletzt auf Platz 79 der Weltrangliste abgerutscht und benötigt nach ihrer verletzungsbedingten Pause zu Beginn des Jahres sowie dem frühen Aus in Roland Garros dringend wieder Punkte. Das Turnier in Berlin gilt als eines der bedeutendsten Vorbereitungsturniere für Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli).
