Gianluigi Donnarumma (Italien, Manchester City)
Italien muss erneut auf eine Weltmeisterschaft verzichten. Nach den verpassten Turnieren 2018 und 2022 scheiterte die Squadra Azzurra diesmal in den Play-offs an Bosnien und Herzegowina (1:2) und verpasste damit zum dritten Mal in Folge die Endrunde.
Für Gianluigi Donnarumma bedeutet das die nächste verpasste WM-Chance. Der Schlussmann, der nach seiner starken Premier-League-Premierensaison bei Manchester City eigentlich zu den Leistungsträgern zählen sollte, konnte das erneute Scheitern der Italiener nicht verhindern.
Dean Huijsen (Spanien, Real Madrid)
Dean Huijsen hat in seiner ersten Saison bei Real Madrid wertvolle Erfahrungen gesammelt, dennoch fand der Defensivspieler keinen Platz im endgültigen WM-Aufgebot von Nationaltrainer Luis de la Fuente.
Der in Amsterdam geborene Spanier kam in der Nations League regelmäßig zum Einsatz, verpasste jedoch große Teile der WM-Qualifikation wegen Wadenproblemen. Damit bleibt offen, ob sich seine Entscheidung zugunsten Spaniens und gegen die Niederlande langfristig auszahlt.

Harry Maguire (England, Manchester United)
Harry Maguire gehört zu den prominentesten Namen, die nicht für England nominiert wurden. Nationaltrainer Thomas Tuchel verzichtete trotz der großen Erfahrung des Innenverteidigers auf den langjährigen Nationalspieler.
Maguire zeigte sich nach seiner Nichtberücksichtigung enttäuscht: "Nach der Saison, die ich hinter mir habe, war ich davon überzeugt, dass ich in diesem Sommer eine große Rolle für mein Land spielen könnte. Ich war schockiert und traurig über diese Entscheidung."
Dominik Szoboszlai (Ungarn, Liverpool)
Sportlich erlebt Dominik Szoboszlai derzeit die beste Phase seiner Karriere. Der Liverpool-Star überzeugte auf mehreren Positionen und gehörte zu den konstantesten Spielern seines Klubs.
Mit der ungarischen Nationalmannschaft blieb ihm der WM-Traum jedoch verwehrt. In der entscheidenden Qualifikationsphase verpasste Ungarn nach eine Niederlage gegen Irland (2:3) die Teilnahme am Turnier und muss die WM 2026 von zuhause verfolgen.
Cole Palmer (England, Chelsea)
Die Nichtnominierung von Cole Palmer zählt zu den überraschendsten Entscheidungen des englischen Verbandes. Zwar verlief die Saison des Chelsea-Offensivspielers nicht so erfolgreich wie die vorherige, dennoch galt er lange als Kandidat für das WM-Aufgebot.
Verletzungen warfen Palmer mehrfach zurück. Seine Tor- und Assistzahlen gingen deutlich zurück. Dennoch hatte der kreative Mittelfeldspieler bei der Europameisterschaft bereits bewiesen, dass er auch als Joker Spiele entscheiden kann.
Die Kader aller Mannschaften für die Weltmeisterschaft 2026
Fermín López (Spanien, Barcelona)
Nur wenige hätten vor der Saison erwartet, dass der 23-jährige technische Mittelfeldspieler eine der wichtigsten Stützen der Blaugranas sein würde. Doch Fermín López erlebte das bisher beste Jahr seiner Karriere, stand in der Startformation und erzielte in allen Wettbewerben 13 Tore und 17 Vorlagen.
Kurz vor Saisonende erlitt der Spanier jedoch einen Bruch des fünften Mittelfußknochens und musste operiert werden. Die Verletzung kostet den Europameister und Olympiamedaillengewinner letztlich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.

Khvich Kvaratskhelia (Georgien, PSG)
Khvicha Kvaratskhelia gehörte zu den herausragenden Offensivspielern Europas. Mit PSG gewann der Georgier die Champions League sowie die französische Meisterschaft und sammelte in 48 Pflichtspielen 19 Tore und 11 Assists.
Seine Nationalmannschaft konnte den Schwung der erfolgreichen Europameisterschaft jedoch nicht in die WM-Qualifikation mitnehmen. Georgien gewann nur ein einziges Spiel gegen Bulgarien (3:0) und scheiterte nach der Qualifikation zur EM 2024 krachend.
Hugo Ekitiké (Frankreich, Liverpool)
Vor Saisonbeginn ging man davon aus, dass der schlaksige Franzose im Schatten von Alexander Isak auf der Stürmerposition bleiben würde. Doch die Frankfurter Verstärkung hat alle Erwartungen übertroffen und überzeugte mit Toren und starken Leistungen auf höchstem Niveau.
Kurz vor der WM platzte jedoch sein Traum von der Teilnahme. Im Champions-League-Duell gegen PSG zog sich der 23-Jährige einen Achillessehnenriss zu und muss sich statt WM-Fußball auf seine Rehabilitation konzentrieren.
Joao Pedro (Brasilien, Chelsea)
15 Tore und acht Vorlagen reichten João Pedro nicht für eine WM-Nominierung Brasiliens. Nationaltrainer Carlo Ancelotti setzte im Angriff auf Luis Henrique von Zenit St. Petersburg sowie Neymar und verzichtete auf den Chelsea-Offensivspieler.
Für den Brasilianer ist die Entscheidung besonders bitter, da er die erfolgreichste Saison seiner bisherigen Karriere gespielt hat und fest mit einer Berufung gerechnet hatte. Zudem schloss der Trainer der "Selecao" verletzungsbedingte Änderungen bei der Nominierung aus.
Robert Lewandowski (Polen, Barcelona)
Für Robert Lewandowski bedeutet die verpasste Qualifikation das endgültige Ende seines WM-Kapitels. Polen scheiterte in der entscheidenden Phase der Qualifikation knapp an Schweden (2:3) und verpasste die Endrunde.
Ob der 37-jährige Torjäger seine Nationalmannschaftskarriere fortsetzt, ist offen. Zuletzt stand der ehemalige Bundesliga-Star allerdings noch regelmäßig für Polen auf dem Platz.
Weitere Stars, die die Weltmeisterschaft verpassen werden
Neben den zehn größten Namen werden auch zahlreiche weitere bekannte Spieler bei der WM 2026 fehlen. Dazu gehören unter anderem Yann Sommer, Lewis Hall, Alessandro Bastoni, Matthijs de Ligt, Milos Kerkez, Eduardo Camavinga, Morgan Gibbs-White, Phil Foden, Jeremie Frimpong, Bryan Mbuemo, Ademola Lookman und Trent Alexander-Arnold.
