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World Matchplay: Littler wirft Neun-Darter – Van Gerwen verliert trotz Aufholjagd

Aktualisiert
Luke Littler startete sein Achtelfinale mit Perfektion
Luke Littler startete sein Achtelfinale mit PerfektionTaylor Lanning/PDC

Luke Littler hat eine der besten Leistungen der World-Matchplay-Geschichte gezeigt und erfolgreich das Viertelfinale gebucht. Der Weltmeister spielte nicht nur einen Neun-Darter, sondern spielte über 19 Legs hinweg auch einen Average von 113,68 – den zweithöchsten der Turniergeschichte. Bereits in der 1. Runde gegen Niko Springer überragte "The Nuke" mit 109,53. Am Dienstagabend folgte ein knappes 11:8 gegen Nathan Aspinall.

Besser konnte Littler nicht in sein Match starten. Gleich die ersten neun Darts waren Perfektion: 180, 180, 141 – Neun-Darter und direkt der Anwurf-Verlust für Aspinall! Zwar war der zehnte Dart – der erste im zweiten Leg – erstmals am Ziel vorbei, doch nachlassen wollte "The Nuke" trotzdem nicht. Bereits im vierten Leg war er wieder auf Kurs des perfekten Legs, verpasste aber den neunten Dart auf die Doppel-15.

Zum Match-Center: Luke Littler vs. Nathan Aspinall

Aspinall ließ sich jedoch nicht beeindrucken und hielt mit seinem Average von 101,24 lange gut mit. Das Problem, gegen den Anwurf gab es selten was zu holen. Nachdem er sich beim Stand von 0:1 erstmals gegen den Anwurf auf unter 100 Rest spielen konnte, bekam er erst beim Stand von 6:7 die nächste Chance – und nutzte diese prompt zum Rebreak.

Lange hielt dieser Gleichstand aber nicht, denn Littler sicherte sich nicht nur das nächste Leg zum erneuten Break, sondern direkt auch den nächsten Anwurf Aspinalls zum 10:7-Doppelbreak. "The Asp" checkte 170, um sich zumindest ein Break zurückzuholen, verpasste ein Leg später aber die Doppel-20 und gab Littler so ein weiteres Break.

Einen besseren Average als Littler gelang bei einem World Matchplay nur Phil Taylor. "The Power" warf in der 1. Runde 2010 sogar 114,99 Punkte ins Board und hielt bis zu diesem Jahr die vier höchsten Averages der Turniergeschichte. Auch nachdem sich Littler in diesen Block setzte, hat Taylor weiterhin vier von jetzt nur acht 110+-Averages der World-Matchplay-Geschichte.

Der "Titan" wackelt, aber stürzt nicht

Mit Michael van Gerwen muss der nächste Topspieler eine frühe Heimreise antreten. Der dreimalige World-Matchplay-Sieger verlor im Achtelfinale gegen Dirk van Duijvenbode mit 12:14. Dabei zeigte er sich im Vergleich zum Erstrunden-Match in verbesserter Form, spielte einen Average von 99,49 und traf 40 Prozent seiner Doppel, während van Duijvenbode bei gleicher Checkoutquote rund 4 Punkte schlechter scorte – aber das Timing auf seiner Seite hatte.

Zum Match-Center: Michael van Gerwen vs. Dirk van Duijvenbode

Beide Spieler hatten Anlaufschwierigkeiten und fanden erst nach rund 10 Legs richtig zu ihrem Spiel. Das Problem aus Sicht van Gerwens: Van Duijvenbode fand das Gaspedal als Erster und ging mit zwei Breaks 8:4 in Führung. "Mighty Mike" konnte sich eines davon zurückholen, stand nach einem weiteren Break zum 7:10 aber vor dem Aus. Der "Titan" konnte seine Chancen aber nicht nutzen, wodurch erneut die "Two-Clear-Leg-Regel" griff.

Es dauerte bis zum Stand von 12:12, ehe van Duijvenbode ein erstes Break erspielte. Als beide Probleme mit den Doppeln bekamen, schaffte es der Weltranglisten-29. dennoch, sich durchzusetzen.

Anderson und Rock weiter

Im ersten Match des Abends besiegte Gary Anderson zudem den Weltranglisten-5. Jonny Clayton mit 11:7. Zwar konnte er nicht an seinen Erstrunden-Average von 109,96 anknüpfen, spielte aber dennoch einen guten Drei-Dart-Schnitt von 98,13 bei 44 Prozent auf die Doppel. Clayton spielte mit 97,72 im Average nicht viel schlechter, wird sich aber ankreiden lassen müssen, dass er eine frühe Führung wieder aus der Hand gab.

Zum Abschluss setzte sich Josh Rock mit 11:6 gegen Stephen Bunting durch. Beide Spieler ließen ihr bestes Spiel an diesem Abend aber wohl im Hotelzimmer. Besonders die ersten beiden Legs waren auch schwachem Niveau mit Averages unter 70. Im Laufe des Matches wurden beide etwas besser, besonders Rock schraubte seinen Drei-Dart-Schnitt noch auf 91,18 hoch. Bunting blieb bei schwachen 82,90 im Average.