Der letzte österreichische Abfahrtserfolg liegt mehr als drei Jahre zurück: Am 15. März 2023 hatte Vincent Kriechmayr in Soldeu triumphiert. In Garmisch fehlten dem 34-Jährigen am Samstag 1,20 Sekunden auf Marco Odermatt. Die Schweizer dominierten das Rennen mit einem Dreifachsieg: Alexis Monney wurde Zweiter (+0,04), Stefan Rogentin Dritter (+0,98).
Kriechmayr zeigte auf der anspruchsvollen, von Schlägen geprägten Strecke eine engagierte Fahrt und lag zwischenzeitlich in Reichweite der Spitze. Im unteren Abschnitt verlor er jedoch entscheidend Zeit. Vor allem die letzte Linkskurve kostete ihn Schwung, wie er anschließend erklärte.
ÖSV unter ferner liefen - nur Kriechmayr in den Top-20
Die übrigen ÖSV-Läufer blieben deutlich zurück und verpassten die Top 20 klar. Daniel Hemetsberger wurde 22. (+2,57), Raphael Haaser 26. (+2,91). Marco Schwarz und Stefan Babinsky belegten mit knapp drei Sekunden Rückstand Rang 29.
Odermatt schließt zu Hermann Maier auf
Odermatt feierte mit seinem 54. Weltcupsieg ein starkes Comeback nach den Olympischen Spielen. Damit zog er in der ewigen Bestenliste mit Hermann Maier gleich. Nur Marcel Hirscher und Ingemar Stenmark liegen noch vor ihm. Entscheidend für seinen Erfolg war vor allem der untere Streckenteil, wo er seinen Vorsprung herausfuhr.
Mit seinem vierten Abfahrtssieg in dieser Saison baute Odermatt seine Führung im Disziplinenweltcup weiter aus. Vor den letzten Rennen liegt er deutlich vor Franjo von Allmen und Dominik Paris.
