Brady mit Lobeshymne an neuen Patriots-Star: "Ich liebe Drake Maye"

Tom Brady ist von Drake Maye voll überzeugt.
Tom Brady ist von Drake Maye voll überzeugt.ČTK / AP / Gareth Patterson

Drake Maye oder Matthew Stafford? Tom Brady fiel die Entscheidung auch als Legende der New England Patriots nicht schwer. "Ich sage Matthew Stafford", antwortete der frühere Footballstar mit Magengrummeln auf die Frage seines alten Kumpels Rob Gronkowski, welcher Quarterback denn nun als wertvollster NFL-Spieler ausgezeichnet werden solle. Dass Maye bei der Suche nach dem MVP im Mix ist, gleicht aber allein schon einem Ritterschlag.

"Ich liebe Drake Maye", betonte deshalb TV-Experte Brady, der junge Regisseur der Patriots, der in Foxborough das schwere Erbe des Größten aller Zeiten angetreten hat, habe in seinem zweiten Jahr "jede Chance genutzt, die sich ihm bot. Die Zusammenarbeit mit (Offensive Coordinator, d. Red.) Josh McDaniels war großartig, und McDaniels hat Drakes Potenzial hervorragend erkannt."

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Dass er Routinier Stafford (Los Angeles Rams), immerhin schon 37, Youngster Maye (23) vorzog, tat dem siebenmaligen Super-Bowl-Champion Brady etwas weh: "Bei solchen Auszeichnungen ist es immer so: Wenn man etwas Positives über jemanden sagt, sagt man im Grunde auch etwas Negatives über den anderen." Beide hätten aber eine "unglaubliche Saison gespielt".

Und noch ist sie ja nicht vorbei. New England tritt am Wildcard Weekend gegen die Los Angeles Chargers an (Montag, 01.30 Uhr MEZ/RTL) an und kämpft um den ersten Play-off-Sieg seit fast sieben Jahren. Der bislang letzte gelang im Februar 2019, damals führte Brady das Team im Super Bowl LIII (53) zum sechsten Titel – seinem letzten im Trikot der Patriots.

Maye beendet Graue-Maus-Image

Danach ging es bergab. Zweimal kam das Aus am ersten Play-off-Wochenende, einmal mit, einmal ohne Brady. Zuletzt fehlten die Patriots dreimal in Folge in der Meisterrunde, der Absturz kostete Erfolgstrainer Bill Belichick, der bei allen Triumphen an der Seitenlinie stand, nach der Saison 2023/24 den Job. Es kam zum Neuaufbau, und der trägt nun Früchte.

Viel hat der Aufschwung mit Maye zu tun. Mit einer Erfolgsquote von 72 Prozent im Passing ist der Youngster der beste Quarterback der Liga, dazu brachte er bei Würfen über mindestens 20 Yards jeden zweiten Ball an den Mann – ein irrer Wert. Maye warf für 4394 Yards und 31 Touchdowns bei nur acht Interceptions, dazu rannte er viermal in die Endzone. Das Ergebnis: Eine 14:3-Siegbilanz. Seine Premierensaison hatte Maye noch mit 3:14 beendet.

Sebastian Vollmer, zweimal Super-Bowl-Champion mit den Patriots (und Brady), ist begeistert. Maye sei "noch jung, aber wirkt sehr erfahren. Ihn bringt wenig aus der Ruhe", sagte der frühere Profi zu RTL/ntv und sport.de, das Team habe insgesamt viel Potenzial: "Ich glaube schon, dass es für die Patriots ganz weit gehen kann."

Egal, wie weit es geht, und egal, ob Maye MVP wird oder nicht: Die Perspektive stimmt bei den Patriots (wieder). "Drake hat eine lange Karriere vor sich", sagte Brady zum Rennen um die begehrte Auszeichnung, "ich bin sicher, er wird viele Chancen bekommen."