Brady, geboren im Großraum San Francisco, wo in der Nacht zum 9. Februar im Levi's Stadium der 49ers der Super Bowl LX (60) stattfindet (0.30 Uhr MEZ/RTL und DAZN), wird seinen Erben um Nachfolger Drake Maye die Daumen drücken. Durch ein schwer erkämpftes 10:7 bei den Denver Broncos lösten die Patriots im Schneetreiben ihr Ticket, später folgten ihnen die Seattle Seahawks durch ein 31:27 über die Los Angeles Rams.
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"Ich freue mich riesig für Mike Vrabel, meinen ehemaligen Teamkollegen", so Brady. An der Seite des neuen Headcoachs, erst seit dieser Saison im Amt, hatte der frühere Quarterback drei seiner sechs Titel mit den Patriots geholt. "Er ging nach New England, und niemand wusste so recht, wie es dort laufen würde", sagte Brady über den einstigen Linebacker. Es lief nahezu perfekt.
Besonders der Sieg im Championship Game der AFC beeindruckte den 48-Jährigen ("Ich weiß, wie schwer das ist"). Er selbst war im hochgelegenen Denver mit New England vor zehn Jahren im Halbfinale gescheitert – und die Broncos gewannen den Super Bowl 50.
Schon jetzt kribbelt es beim Angestellten des Senders FOX, der den Super Bowl diesmal nicht überträgt. "Drake Maye, diese Defense. Ein höllisch gutes Super-Bowl-Duell", prophezeit der Größte aller Zeiten (G.O.A.T.), der 2021 mit den Tampa Bay Buccaneers ein siebtes Mal im Big Game triumphiert hatte.
Erinnerungen an 2015
An die Seahawks hat Brady gute Erinnerungen, 2015 schenkten sie den Patriots schließlich mehr oder weniger die Vince Lombardi Trophy. Es hieß 24:28, Seattle stand nur ein Yard vor der Endzone des Gegners, doch Quarterback Russell Wilson warf 20 Sekunden vor Schluss die spielentscheidende Interception. Ein Laufspielzug über den überragenden Marshawn "Beast Mode" Lynch wäre die sicherere Variante gewesen, es hagelte Kritik. Auch vom Running Back.
Seattle, bestes Team der NFC, ist der Favorit – nicht nur bei den Buchmachern. Die Defense ist stark, und Quarterback Sam Darnold, als Schwachpunkt ausgemacht, spielte gegen die Rams fast fehlerfrei. Jaxon Smith-Njigba ist zudem der wohl beste Receiver der Liga.
Und New England? Hat auch eine gute Verteidigung, dazu Maye (23), der gute Chancen auf die MVP-Trophäe hat. Allerdings muss die Offense im Finale produktiver sein als in Denver, auch wenn die Bedingungen dort schwierig waren.
"Mit dem Schnee in der zweiten Halbzeit war es nicht ideal. Aber wir werden besser spielen", sagte Maye: "Und, Junge, im Moment bin ich einfach nur stolz auf dieses Team."
