NFL: Steelers krönen Aufholjagd und holen AFC North – Patriots lauern vergeblich

Pittsburgh um Jack Sawyer (l.) und T.J. Watt jubelt beim Spiel gegen die Ravens.
Pittsburgh um Jack Sawyer (l.) und T.J. Watt jubelt beim Spiel gegen die Ravens.Joe Sargent/Getty Images via AFP

Im letzten und 272. Spiel der regulären Saison sicherten sich die Pittsburgh Steelers mit einem 26:24-Heimsieg gegen die Baltimore Ravens den Titel in der AFC North. Angeführt von Aaron Rodgers drehten die Steelers einen frühen 0:10-Rückstand und feierten ihren ersten Divisionstitel seit 2020. Für die Ravens bedeutete die Niederlage dagegen das Aus. Erstmals seit 2021 verpassten sie die Playoffs.

Rodgers führte Pittsburgh im Schlussviertel zu zwei Touchdown-Drives, darunter der entscheidende Pass auf Calvin Austin. Ein verfehlter Extrapunkt hielt Baltimore zwar im Spiel, doch ein verschossenes 44-Yard-Field Goal von Rookie-Kicker Tyler Loop besiegelte schließlich das Ravens-Aus.

Zum Match-Center: Pittsburgh Steelers vs. Baltimore Ravens

Mit dem Erfolg beendeten die Steelers einen späten Saison-Endspurt und ziehen als Nummer 4 der AFC in die Playoffs ein, wo sie die Houston Texans empfangen.

Broncos sichern sich Top-Seed – Patriots lauern vergeblich

An der Spitze der AFC holten sich die Denver Broncos mit einem 19:3-Erfolg gegen die Los Angeles Chargers den Top-Seed, ein Freilos und Heimrecht. Ein Interception-Return-Touchdown von Ja’Quan McMillian sowie mehrere Field Goals von Wil Lutz gaben den Ausschlag.

New England hielt den Druck hoch und besiegte Miami deutlich mit 38:10, doch der Broncos-Sieg ließ den Patriots "nur" Rang zwei. Ein besonderes Rechenspiel betraf auch Jacksonville: Hätten sowohl Denver als auch New England verloren, wären die Jaguars dank ihres Kantersiegs über Tennessee noch an die Spitze gerückt.

Panthers jubeln ohne zu spielen – Drama in der NFC South

Eine der ungewöhnlichsten Entscheidungen fiel in der NFC South. Die Carolina Panthers qualifizierten sich ohne eigenes Spiel für die Playoffs. Nach dem 19:17-Sieg der Atlanta Falcons gegen New Orleans standen Panthers, Falcons und Tampa Bay gleichauf. Der direkte Vergleich der drei Teams sprach für Carolina, das sich damit die Division-Krone und den letzten NFC-Playoff-Platz sicherte. Tampa Bay hingegen schied aus.

Die Jacksonville Jaguars machten ihre Meisterschaft in der AFC South mit einem deutlichen 41:7 gegen die Tennessee Titans perfekt. Quarterback Trevor Lawrence stellte dabei mit insgesamt 29 Touchdown-Pässen einen neuen Franchise-Rekord auf. Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Kicker Cam Little mit einem erfolgreichen 67-Yard-Field Goal.

Rekorde und Randgeschichten zum Saisonfinale

Neben den Playoff-Entscheidungen gab es auch historische Momente: Myles Garrett stellte mit seinem 23. Sack einen neuen NFL-Saisonrekord auf. In New Orleans erreichte Cam Jordan eine Franchise-Bestmarke mit sieben Spielzeiten von jeweils mindestens zehn Sacks.

Abseits des Playoff-Rennens beeinflussten Ergebnisse auch die Draft-Reihenfolge. Durch den Sieg der Giants gegen Dallas sicherten sich die Las Vegas Raiders den ersten Pick im kommenden Draft.

Die erste Runde der Play-offs der NFL:

Carolina Panthers vs. Los Angeles Rams

Chicago Bears vs. Green Bay Packers

Jacksonville Jaguars vs. Buffalo Bills

Philadelphia Eagles vs. San Francisco 49ers

New England Patriots vs. Los Angeles Chargers

Pittsburgh Steelers vs. Houston Texans