Schluss, aus, vorbei? Quarterback-Legende Rodgers will "Abstand gewinnen"

Aaron Rodgers ist mit den Pittsburgh Steelers in den NFL-Playoffs gescheitert.
Aaron Rodgers ist mit den Pittsburgh Steelers in den NFL-Playoffs gescheitert.JOE SARGENT / GETTY IMAGES VIA AFP

Aaron Rodgers ließ den Blick auf dem Weg Richtung Katakomben durch das weite Rund schweifen, die Hände hatte der Quarterback der Pittsburgh Steelers bei seinem Abgang im schon fast leeren Acrisure Stadium in der warmen Bauchtasche vergraben. Sein letztes NFL-Spiel? Sein letzter Tag als Footballprofi? Rodgers konnte oder wollte es nicht sagen. Wie üblich.

"Ich werde keine emotionalen Entscheidungen treffen", erklärte der 42-Jährige nach dem ernüchternden 6:30 zum Abschluss der Wildcard-Runde gegen die Houston Texans. Es sei erst einmal "enttäuschend, hier zu sitzen, und die Saison ist vorbei", so Rodgers, "ich werde einfach Abstand gewinnen und dann die richtigen Gespräche führen."

Zum Match-Center: Pittsburgh Steelers vs. Houston Texans

Rodgers vertröstete alle, die wissen wollten, ob es weitergehen wird. Und damit ist wieder Warten angesagt, der Routinier lässt sich bekanntlich gern Zeit, wenn es um seine Zukunft geht. Dabei gilt als wahrscheinlicher, dass das Play-off-Aus am Montag für Rodgers der Schlusspunkt einer bemerkenswerten Karriere in der US-Profiliga war.

Nach enttäuschenden zwei Jahren bei den New York Jets (samt Achillessehnenriss) war Rodgers zu den Steelers gegangen, vor dem Ja-Wort hatte er monatelang gegrübelt. "Ziemlich sicher" gehe er in seine letzte Saison, sagte der viermalige Liga-MVP damals, zuletzt hieß es aber von ihm, es würden sich sicher "ein oder zwei" Optionen ergeben, wenn er weitermachen wolle.

Im Duell mit den Texans scheiterten Rodgers und die Steelers vor allem an der Defensive des Gegners. Der Quarterback wurde zum Abschluss seiner 21. Spielzeit viermal gesackt und brachte bei 33 Versuchen nur 17 Pässe für 146 Yards an den Mann. Ihm gelang kein Touchdownpass.

Rodgers vor dem Karriereende?

Allerdings ging es für Pittsburgh, das mit Rodgers den ersten Division-Titel seit 2020 holte, erst im Schlussviertel dahin. Vor den abschließenden 15 Minuten stand es 6:7, dann gelangen den Texans nach Ballverlusten der Steelers zwei Touchdowns, beim 6:24 verließen die Fans in Strömen die Arena.

Sie sahen nicht mehr, dass Rodgers kurz vor den Ende einen (letzten?) langen Pass Richtung Tight End Pat Freiermuth warf, diesen fing Calen Bullock ab und sorgte per Pick Six für den Endstand. Ein versuchtes Tackling von Rodgers gegen den Safety ging an der Außenlinie auch noch ins Leere.

Es war für Pittsburgh das siebte verlorene Play-off-Spiel in Folge und ein Schlusspunkt, den sich Rodgers, einstige Ikone der Green Bay Packers und Super-Bowl-Champion von 2011, ganz anders vorgestellt hatte. Bleibt die Frage, ob es das war. Oder doch noch nicht.