Ein Wunschteam hatte Klein, der unter Experten eigentlich als Pick für die späteren Runden galt, zuvor nicht. "Meine Familie hat ihre Favoriten, aber ich gucke lieber, was passiert", hatte er vor dem Draft im SID-Interview gesagt. Nun geht es zu den Texans, wo ihm ein Millionen-Gehalt garantiert ist. Das Team war noch nie Meister, stand aber zuletzt immerhin regelmäßig in den Playoffs.
Klein kämpft für die kommende Saison um einen Platz in der Offensive Line, die Verstärkung benötigt. Er gilt als relativ unerfahren, allerdings mit großem Potenzial. Bei den Michigan Wolverines war er zuletzt wie einst Football-Ikone Tom Brady Teamkapitän.
Kleins "Plan A" geht in Erfüllung
"Ich habe gezeigt, dass ich schnell laufen kann, dass ich Bälle fangen kann. Aber viele Leute mögen, dass ich gut blocken kann. Da gibt es nicht viele Tight Ends in der NFL und am College, die beides können", erklärte Klein seine Stärken und betonte seine Führungsqualitäten: "Was mich ausmacht, ist, wie ich mit anderen umgehe. Ich habe eine Beziehung mit denen, die mir die Wäsche oder das Frühstück machen. Viele Jungs haben mich als Vorbild gesehen."
Eine Alternative zu seinen NFL-Plänen hatte Klein, der 2019 nach dem Schulabschluss in die USA gegangen war, nach eigenen Angaben nie. "Manchmal sage ich: Reifen wechseln. Aber ich weiß es nicht. Mein Plan A war immer: Ich ziehe in die USA und schaffe es in die NFL. Und Plan B war immer, dass Plan A läuft", sagte er.
Mehr um einen Platz zittern müssen die anderen sechs Deutschen im Draft Paul Rubelt (Frankfurt/Oder), Mark Petry (Hochheim), Florian Stahler (Köln), Maurice Heims (Hamburg), Felix Leppen (Witzenhausen) sowie Leo Blumentritt (Weichs).
