Das große Heimturnier auf dem Wiener Heumarkt ist für Team Vienna erneut im Viertelfinale zu Ende gegangen. Vor knapp 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena mussten sich Steven Kaltenbrunner, Stefan Stojacic, Quincy Diggs und Toni Blazan den Niederländern aus Amsterdam mit 11:18 geschlagen geben.
Damit wiederholte sich das Szenario des Vorjahres, als ebenfalls Amsterdam die Hoffnungen auf einen Halbfinaleinzug beendet hatte. Diesmal waren es allerdings weniger strittige Entscheidungen als vielmehr die fehlende Treffsicherheit aus der Distanz, die den Unterschied ausmachte. „You live by the two, you die by the two“, fasste Steven Kaltenbrunner die Partie treffend zusammen.
Schwache Distanzquote kostet den Aufstieg
Die Österreicher fanden offensiv nie richtig in ihren Rhythmus. Lediglich einer von 13 Versuchen von jenseits der Zweierlinie fand den Weg in den Korb. Amsterdam traf zwar ebenfalls nicht hochprozentig, verwandelte mit drei erfolgreichen Zweiern aber genau jene Würfe mehr, die letztlich den Unterschied ausmachten.
„Wir sind als Team darauf angewiesen, dass wir unsere Zweier treffen. Wenn nur ein oder zwei Würfe gefallen wären, geht es anders aus“, erklärte Kaltenbrunner.
Zum Matchcenter: Amsterdam - Team Vienna
Auch defensiv konnten die Gastgeber ihren Matchplan nicht wie gewohnt umsetzen. Die Olympiasieger aus den Niederlanden nutzten ihre Chancen konsequent und kontrollierten die Partie über weite Strecken.
Trotz der Enttäuschung zog Kaltenbrunner auch positive Erkenntnisse aus dem Turnier: „Wir haben in dieser Konstellation zum ersten Mal überhaupt zusammengespielt und können viel Positives mitnehmen.“
Amsterdam krönt sich zum Turniersieger
Die Niederländer bestätigten im weiteren Verlauf ihre Klasse und marschierten bis zum Titel. Nach einem 16:12 im Halbfinale gegen die Baskets Bonn setzte sich Amsterdam auch im Endspiel gegen Liman aus Serbien mit 18:13 durch.
Bronze für Österreichs Rollstuhl-Basketballer
Für heimischen Jubel sorgte hingegen die Rollstuhl-Basketball-Auswahl von win2day Vienna. Nach schwierigen ersten Turniertagen sicherten sich Mehmet Hayirli, Alexander Suppan, Samuel Pfurtscheller und Co. mit einem 14:12-Erfolg gegen London die Bronzemedaille im Wheelchair Masters.
„Wir wollten uns mit einem Sieg beim Publikum bedanken, das ist uns gelungen“, sagte Hayirli nach dem Spiel. Suppan lobte vor allem die Atmosphäre auf den Rängen: „Wahnsinn, das Publikum hat uns durch das Spiel getragen.“
