Überraschung: Alba gelingt Ausgleich – Erste Playoff-Pleite für Bayern

Zweikampf zwischen Vladimir Lucic (l.) und Malte Delow (r.)
Zweikampf zwischen Vladimir Lucic (l.) und Malte Delow (r.)ČTK / imago sportfotodienst / kolbert-press/Ulrich Gamel

Herausforderer Alba Berlin hat das zweite Finalspiel der Basketball Bundesliga (BBL) gewonnen und dem Favoriten Bayern München überraschend den Heimvorteil abgenommen. Das Team aus der Hauptstadt drehte einen Pausenrückstand und gewann beim Meister der vergangenen zwei Spielzeiten mit 86:79 (40:45).

In Spiel eins am Freitag hatten sich die Münchner 102:94 durchgesetzt, Bayern-Trainer Svetislav Pesic sprach danach von einem "Festival des Basketballs" und "einem der besten Spiele in der Bundesliga aller Zeiten". Allerdings war der Serbe auch unzufrieden mit dem Umschalten auf Defensive bei seinem Team.

Match-Center: München vs. Berlin

Rataj Matchwinner für Alba 

Die Umstellung auf das Spiel gegen den Ball war auch am Sonntag nach der Pause das Problem. Alba Berlin um seinen besten Werfer Michael Rataj (16 Punkte) nutzte das aus und darf auf der Zielgerade einer wettbewerbsübergreifend schwierigen Saison von der Krönung träumen.

Münchens Andreas Obst – der im Spiel eins mit 33 Punkten nicht zu stoppen war – machte diesmal nicht den Unterschied, er kam auf 12 Punkte. Teamkollege Neno Dimitrijevic war mit 17 Punkten immerhin Topscorer. 

Die Bayern hatten die Hauptrunde vor Berlin für sich entschieden und waren auch völlig mühelos bis in die "Best-of-Five"-Finalserie vorgedrungen – ohne eine einzige Niederlage zu kassieren. Doch damit ist es nun vorbei.

Alba kann nun mit Siegen in den Finalspielen drei (Mittwoch) und vier (Freitag) in eigener Halle seinen zwölften Meistertitel perfekt machen.