Ausrichtung 2042? DFB zeigt weiter Interesse an WM-Bewerbung

Das Berliner Olympiastadion war 2006 Austragungsort des WM-Finales
Das Berliner Olympiastadion war 2006 Austragungsort des WM-FinalesČTK / imago sportfotodienst / Uwe Koch/Eibner-Pressefoto

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeigt weiterhin Interesse an der Austragung einer dritten Weltmeisterschaft nach 1974 und 2006. Man befasse sich "insofern mit einer WM-Bewerbung, als dass zukünftige Optionen geprüft und besprochen werden", teilte der DFB am Freitag auf SID-Anfrage mit.

Zuvor hatte das Portal Absolut Fußball berichtet, dass sich der Verband konkret mit dem Gedanken beschäftige, die WM 2038 oder 2042 in Deutschland auszutragen. Der DFB wies allerdings darauf hin, dass es "aktuell kein konkretes Bewerberverfahren seitens der FIFA" gebe.

In diesem Sommer (11. Juni bis 19. Juli) findet die auf 48 Mannschaften aufgeblähte WM in den USA, Mexiko und Kanada statt. In vier Jahren sind Marokko, Portugal und Spanien die Hauptgastgeber des Turniers, anlässlich des 100. Jubiläums der WM werden aber auch Spiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausgetragen. Saudi-Arabien ist 2034 WM-Gastgeber.

Hoher organistorischer Aufwand

Eine WM mit so vielen Teilnehmern ist nicht leicht zu organisieren. "Klar ist, dass es nur wenige Verbände in der Welt gibt, die die Infrastruktur haben, um ein solches Turnier mit 48 Mannschaften und den damit einhergehenden Anforderungen zu stemmen. Wir können selbstbewusst sagen, dass wir eine ausgezeichnete Infrastruktur besitzen", hatte Bernd Neuendorf bereits im November erklärt.

Der DFB-Präsident signalisierte grundsätzliches Interesse: "Ich kann mir grundsätzlich vorstellen, dass wir uns perspektivisch mit dieser Frage auseinandersetzen und schauen, unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Bewerbung überhaupt denkbar ist."

Neuendorf (r.) kann sich eine WM in Deutschland gut vorstellen
Neuendorf (r.) kann sich eine WM in Deutschland gut vorstellenREUTERS/Heiko Becker