Die Ankündigung seines Rücktritts teilte "CP3" am 20. November über soziale Medien mit den Worten: „Zurück in NC!!! Was für eine Reise ... Es gibt noch so viel zu tun ... Ich bin dankbar für diese letzte Saison!!“
Paul verlässt die Liga als aktiver Spitzenreiter in Assists und Steals. Neben LeBron James ist er der einzige Spieler in der NBA-Historie, der sowohl die Marke von 20.000 Karrierepunkten als auch 10.000 Karriere-Assists erreicht hat.
Zu seinen individuellen Höhepunkten zählen die Auszeichnung als MVP des NBA All-Star Games 2013, vier Berufungen ins All-NBA First Team sowie fünf ins All-NBA Second Team. Auch wenn er nahezu alles erreicht hat, bleibt ihm ein NBA-Meistertitel verwehrt. Es ist die einzige große Lücke in einer bemerkenswerten 20-jährigen Karriere.
Der Weg zum Abschied: „Diese Jahre bekommt man nicht zurück“
Dass der Abschied näher rückt, deutete Paul bereits vorher an. Beim American Black Film Festival sagte der 12-fache All-Star, er könne sich „höchstens“ noch ein weiteres Jahr als Profi vorstellen.
Mit Blick auf seine Familie erklärte er: „Ich habe gerade meine 20. Saison beendet, was an sich schon ein Segen ist. Ich bin mehr als die Hälfte meines Lebens in der NBA, was ein Segen ist. Aber diese Jahre bekommt man nicht zurück, die man mit seinen Kindern und seiner Familie verbringen könnte.“
Paul ist seit 2011 mit seiner College-Liebe Jada Crawley verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, den 16-jährigen Chris III und die 13-jährige Camryn.
Von New Orleans über L.A. bis Phoenix: Stationen einer großen Karriere
Chris Pauls Weg in die NBA begann 2005, als ihn die damaligen New Orleans Hornets nach seiner Zeit an der Wake Forest University drafteten. Dort unterschrieb er vor der Saison 2008/09 eine Vertragsverlängerung über drei Jahre im Wert von 68 Millionen Dollar.
2011 folgte der Wechsel zu den Los Angeles Clippers. Seine Präsenz sorgte nicht nur für sportlichen Aufschwung, sondern brachte ihm auch als erster Clipper seit Jahrzehnten die Berufung ins All-NBA First Team ein. Zwei Jahre später verlängerte er seinen Vertrag um fünf Jahre für etwa 107 Millionen Dollar.
2017 wurde er in einem umfangreichen Trade zu den Houston Rockets transferiert. Dort erhielt er 2018 eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und bis zu 160 Millionen Dollar und verhalf dem Team zur Teilnahme an den Conference Finals.
Nach einem erneuten Trade im Jahr 2019 zu den Oklahoma City Thunder führte Paul ein junges Team überraschend zu einer starken Saison und wurde zum zehnten Mal All-Star.
Ende 2020 wechselte er zu den Phoenix Suns, bei denen er später einen Vierjahresvertrag über bis zu 120 Millionen Dollar unterschrieb. Mit den Suns erreichte er sein einziges NBA-Finale und wurde 2021 in das NBA 75th Anniversary Team gewählt.
Nach zwei weiteren Spielzeiten in Phoenix wurde er zunächst zu den Washington Wizards und kurz darauf zu den Golden State Warriors transferiert. 2024 folgte ein Einjahresvertrag über 11 Millionen Dollar bei den San Antonio Spurs. Ein Jahr später kehrte er für 3,6 Millionen Dollar zu den Clippers zurück und absolviert dort momentan seine 21. und letzte NBA-Saison.
Erfolge abseits der NBA
Auch international hat Paul Spuren hinterlassen: Mit dem Team USA gewann er bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 jeweils die Goldmedaille. Sein geschätztes Vermögen beträgt 180 Millionen Dollar, gestützt durch zahlreiche Werbepartnerschaften, unter anderem mit Nike, Beyond Meat und Panini.
"CP3" hat das Point-Guard-Spiel in der NBA geprägt wie kaum ein Zweiter: mit Kontrolle, Intelligenz, Führungsstärke und dem ständigen Fokus auf das Wohlergehen des Teams. Er wird der Liga fehlen.
