Oklahoma City Thunder 113:105 Minnesota Timberwolves
Das Team um den einstigen Nationalspieler Hartenstein, der auch künftig wieder das Deutschland-Trikot überstreifen will, steht nach dem Erfolg im Rahmen des NBA Cups nun bei 18 Siegen und hat erst eine Niederlage kassiert. Einen derart starken Saisonstart haben erst fünf Mannschaften in der Historie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga hingelegt, zuletzt die Golden State Warriors 2015/16 mit 19 Siegen in Serie.
"Es war eine gute Herausforderung für uns", sagte Hartenstein, der 15 Punkte und sieben Rebounds ablieferte: "Wir brauche solche Spiele und haben es gut zu Ende gespielt." Erst in der letzten Spielminute setzte sich Oklahoma entscheidend ab.
Bester Werfer für OKC war Topstar Shai Gilgeous-Alexander mit 40 Punkten, der bis zum Spielstart aufgrund vom Krankheit fraglich gewesen war. Der Kanadier freute sich anschließend auf Thanksgiving, das an diesem Donnerstag gefeiert wird. "Ich werde reichlich essen und auftanken, dann geht es mir gut", sagte Gilgeous-Alexander.
Boston Celtics 117:114 Detroit Pistons
Während die Thunder weiter siegen, kam die Siegesserie der Detroit Pistons nach 13 erfolgreichen Partien mit einer 114:117-Niederlage gegen die Boston Celtics zum Ende – und das trotz eines weiteren Gala-Abends von Cade Cunningham. Jaylen Brown (33 Punkte, 10 Rebounds) und Derrick White (27) führten die Celtics zum knappen Erfolg, in dem White in den letzten Minuten entscheidende Akzente setzte.
Cunningham kam zwar auf 42 Punkte, verfehlte aber den potenziellen Ausgleich an der Linie. Payton Pritchards Freiwürfe machten den fünften Celtics-Sieg aus sechs Spielen perfekt, während Detroit den Franchise-Rekord mit der Siegesserie zwar eingestellt, aber nicht ausgebaut hat.
Sacramento Kings 100:112 Phoenix Suns
Ausgeschieden aus dem Pokalwettbewerb sind die Sacramento Kings von Dennis Schröder nach einer 100:112-Niederlage gegen die Phoenix Suns. Weltmeister- und Europameister-Kapitän Schröder verpasste die Partie mit Hüftbeschwerden. Phoenix hingegen dominiert weiter den NBA Cup und steht mit 3:0 blendend da.
Ein starkes erstes Viertel (41:16), angeführt von Mark Williams (21/16) und Collin Gillespie (21/9 Assists), legte den Grundstein. Die Kings kämpften sich im dritten Viertel wieder heran, aber ein schneller Suns-Lauf zu Beginn des Schlussabschnitts entschied trotz eines ineffizienten Devin Boooker (19 Punkte, 6/22) die Partie.
Charlotte Hornets 101:129 New York Knicks
Die Knicks spielten sich in Charlotte in einen Rausch und sichern sich einen wichtigen Sieg im NBA Cup. Jalen Brunson überragte mit 33 Punkten und erhielt sogar „MVP!“-Rufe im gegnerischen Spectrum Center. Dank Frühform und hoher Effizienz – 64 % aus dem Feld vor der Pause – ging New York mit 25 Punkten Vorsprung in die Halbzeit und ließ danach nichts mehr anbrennen.
Die Hornets verloren ihr siebtes Spiel in Serie, und LaMelo Ball erwischte mit 11 Punkten und Foulproblemen einen gebrauchten Abend.
Miami Heat 106:103 Milwaukee Bucks
Miami feierte einen emotionalen Abend: Der 800. Sieg von Coach Erik Spoelstra wurde durch ein enges Cup-Duell gegen die Bucks veredelt. Tyler Herro (29 Punkte) und Bam Adebayo (17/11) führten die Heat an, die nun 3:1 im Cup und 9:1 zu Hause stehen.
Milwaukee kämpfte ohne Giannis Antetokounmpo tapfer – Ryan Rollins erzielte 26 Punkte –, verlor aber das vierte Spiel in Folge ohne seinen Superstar. Für die Bucks endete damit auch ihre perfekte Cup-Bilanz (10:0) der letzten Jahre.
Toronto Raptors 97:95 Indiana Pacers
Ein Buzzerbeater von Brandon Ingram 0,6 Sekunden vor Schluss bescherte den Raptors ihren neunten Sieg in Folge. Toronto bleibt im Cup makellos (4:0) und sicherte Platz zwei sowie Heimrecht im Viertelfinale. Ingram (26 Punkte) und Scottie Barnes (24/10) waren die prägenden Figuren bei den Kanadiern.
Indiana, weiterhin arg verletzungsgeplagt und in einem schwierigen Saisonstart (2:16), hielt lange dagegen, musste aber die dritte Niederlage in Folge hinnehmen.
New Orleans Pelicans 128:133 n.OT Memphis Grizzlies
Ein intensives Duell, das erst in der Overtime entschieden wurde: Jaren Jackson Jr. (27 Punkte) und Rookie-Sensation Zach Edey (21/15 und +39 im Plus-Minus-Rating) trugen Memphis zum Sieg. Die Pelicans dominierten zwar die Minuten ohne Edey, konnten aber trotz Jose Alvarados starkem Shooting (24 Punkte, sechs Dreier) die Partie nicht zumachen.
In der Verlängerung verpassten sie mehrere Chancen – darunter Turnover von Zion Williamson – ehe Jaylen Wells per Dunk die Entscheidung herbeiführte. Memphis bleibt damit im Cup-Rennen (2:1).
Golden State Warriors 100:104 Houston Rockets
Die Rockets drehten die Neuauflage der letztjährigen Playoff-Serie nach einer schwachen ersten Halbzeit. Reed Sheppard glänzte mit einem Karrierebestwert von 31 Punkten und führte Houston nach 12 Punkten Pausenrückstand zurück. Moses Moody verkürzte zwar kurz vor Schluss, doch Sheppards sichere Freiwürfe entschieden das Spiel.
Die Warriors bekamen trotz der Rückkehr von Draymond Green keinen Rhythmus, Superstar Stephen Curry blieb mit 14 Punkten blass. Houston gewann sieben der letzten acht Spiele trotz der Ausfälle von Stephen Adams und Kevin Durant.
Portland Trail Blazers 102:115 San Antonio Spurs
San Antonio hält seine Chance im NBA Cup am Leben, und das dank eines dominanten Auftritts von De’Aaron Fox (37 Punkte, acht Assist). Portland wurde von Deni Avdija (37 Punkte) getragen, scheiterte jedoch an schwacher Freiwurfquote im Schlussviertel: Avdija vergab gleich mehrere wichtige Versuche, und die Spurs zogen wieder davon.
Nach Rückstand zur Pause drehte ein Dreier von Fox die Partie. Neben Fox überzeugte auch Devin Vassell mit 23 Punkten. Beide Teams feierten zudem die Rückkehr wichtiger Spieler (Harper bei den Spurs, Sharpe bei Portland).
