NBA: Orlando mit siebtem Sieg in Folge – Doncic entscheidet Overtime-Krimi für Lakers

Luka Doncic und die Los Angeles Lakers feierten am Samstag einen wichtigen Sieg in der NBA.
Luka Doncic und die Los Angeles Lakers feierten am Samstag einen wichtigen Sieg in der NBA.William Liang-Imagn Images via REUTERS

Tristan da Silva und Moritz Wagner haben ihre Siegesserie mit Orlando Magic in der NBA fortgesetzt. Bei Miami Heat gewann das Team um die deutschen Basketball-Profis in der Nacht zum Sonntag mit 121:117 und fuhr den siebten Erfolg nacheinander ein. Durch den starken Lauf steht Orlando im Osten auf dem direkten Playoff-Rang fünf.

Miami Heat 117:121 Orlando Magic

In Abwesenheit des weiterhin verletzten Franz Wagner (Knöchelverstauchung) legte Europameister da Silva als Starter elf Punkte und acht Rebounds auf, Weltmeister Moritz Wagner kam von der Bank auf sieben Zähler und vier Rebounds. Bester Werfer war Magic-Star Paolo Banchero mit 27 Punkten.

Die Magic schrieben zudem Geschichte: Sie besiegten den Rivalen aus Florida zum fünften Mal in dieser Saison: ein Kunststück, das durch den neuen Spielmodus inklusive NBA Cup möglich wurde. Orlando stoppte damit nicht nur Miamis eigene Siegesserie von sieben Spielen, sondern knackte auch erstmals seit der Saison 2023-24 die Marke von zehn Siegen über der .500-Bilanz.

Miami zeigte jedoch Moral und kämpfte sich nach einem 22-Punkte-Rückstand in der Schlussphase bis auf zwei Zähler heran. Trotz der Rückkehr der verletzten Tyler Herro und Norman Powell reichte es am Ende nicht ganz. Die Heat müssen damit die bittere Pille schlucken, erstmals seit den frühen 90er-Jahren eine 0-5-Saisonbilanz gegen ein einziges Team hinzunehmen.

Los Angeles Lakers vs. 127:125 (OT) Denver Nuggets

Einen großartigen Abend erwischte derweil auch Superstar Luka Doncic. Der Ausnahmekönner von den Los Angeles Lakers sicherte seiner Mannschaft einen 127:125-Erfolg nach Verlängerung im Topspiel gegen die Denver Nuggets. Eine halbe Sekunde vor Ende der Overtime traf Doncic den entscheidenden Fadeaway-Sprungwurf von der Baseline.

"Dieses Spiel war sehr wichtig", sagte Doncic, dem mit 30 Punkten, 13 Assists und elf Rebounds ein Triple-Double gelang: "Bis zu den Playoffs ist es noch ein langer Weg. Wir müssen jedes Spiel mit derselben Einstellung angehen." Nach dem fünften Sieg in Folge liegen die Lakers im Westen auf Platz drei.

Die Nuggets, bei denen Nikola Jokic mit 24 Punkten, 16 Rebounds und 14 Assists glänzte, müssen derzeit als Sechster um den direkten Playoff-Einzug bangen.

Philadelphia 76ers 104:97 Brooklyn Nets

Trotz prominenter Ausfälle von Joel Embiid und Tyrese Maxey behielten die Philadelphia 76ers mit einem 104-97 gegen die Brooklyn Nets die Oberhand. Quentin Grimes erwischte einen Sahnetag und markierte mit 28 Punkten einen Saisonbestwert. Philadelphia dominierte die erste Halbzeit nach Belieben und ging mit einer komfortablen 53-31 Führung in die Kabine, was den Grundstein für den späteren Erfolg legte.

Doch die Nets gaben sich nicht kampflos geschlagen und starteten nach dem Seitenwechsel eine furiose Aufholjagd, die ihnen im vierten Viertel sogar kurzzeitig die Führung einbrachte. Am Ende war es ein Freiwurf vom türkischen Nationalspieler Adem Bona gut drei Minuten vor Schluss, der die Sixers endgültig auf die Siegerstraße brachte. Während Brooklyn die dritte Niederlage in Folge kassierte, bewies Philadelphia eine deutlich bessere Wurfeffizienz aus dem Feld (46,3 % zu 36,0 %).

Atlanta Hawks 122:99 Milwaukee Bucks

Die Atlanta Hawks bleiben das heißeste Team der Liga. Mit einem deutlichen 122:99 gegen die Milwaukee Bucks feierten sie ihren neunten Sieg in Serie. Überragender Akteur war erneut Jalen Johnson, der mit seinem zwölften Triple-Double der Saison (23 Punkte, 12 Assists, 10 Rebounds) glänzte. CJ McCollum steuerte zudem 30 Punkte bei und kletterte in der ewigen Bestenliste der Dreierschützen an Paul Pierce vorbei auf Rang 16.

Für die Bucks wachsen derweil die Sorgenfalten, da sie ohne ihren Superstar Giannis Antetokounmpo antreten mussten, der sich zuvor am Knöchel verletzt hatte. Zwar hielt Milwaukee die Partie in der ersten Halbzeit noch offen, doch ein starkes drittes Viertel der Hawks sorgte für klare Verhältnisse. Atlanta festigt damit seine beeindruckende Form, während Milwaukee hofft, die defensiven Lücken ohne den "Greek Freak" bald wieder schließen zu können.

San Antonio Spurs 115:102 Charlotte Hornets

Victor Wembanyama ist zurück – und wie! Nach einer kurzen Pause wegen Wadenproblemen dominierte das französische Ausnahmetalent beim 115:102-Sieg der Spurs gegen die Hornets mit 32 Punkten, 12 Rebounds und 8 Assists. Besonders beeindruckend: Wembanyama zeigt sich derzeit als Scharfschütze und verwandelte 5 seiner 10 Versuche von der Dreierlinie. Mit 17 Siegen aus den letzten 19 Spielen untermauern die Spurs ihren Anspruch auf den zweiten Platz im Westen.

Die Hornets hielten zwar anfangs durch Miles Bridges (22 Punkte) dagegen und führten kurzzeitig im ersten Viertel, doch San Antonio übernahm schnell die Kontrolle. Ein kurioser Moment sorgte für Raunen in der Halle, als Wembanyama den Ball bei einem Alley-oop erst verlor, gegen den Ring knallte, sich das Leder aber geistesgegenwärtig zurückholte und per Nachstopfer versenkte. Charlotte fand gegen diese physische Präsenz letztlich kein Mittel.

Boston Celtics 111:100 Washington Wizards

Die Boston Celtics haben ihre kurze Durststrecke beendet und die Washington Wizards mit 111:100 tiefer in die Krise gestürzt. Für Washington war es die elfte Niederlage in Folge. Jayson Tatum stand bei seinem vierten Spiel nach seiner Achillessehnen-Operation erstmals 32 Minuten auf dem Feld und lieferte prompt ein Double-Double (20 Punkte, 14 Rebounds) ab. Unterstützt wurde er von einem bärenstarken Neemias Queta, der mit 24 Punkten das Spiel in der Zone dominierte.

Zwischenzeitlich führten die Celtics bereits mit 30 Punkten Vorsprung, ließen die Wizards im letzten Viertel aber noch einmal bis auf 12 Punkte herankommen. Ein Korbleger von Tatum und ein wichtiger Dreier von Sam Hauser machten den Sack jedoch zu. Besonders die Dominanz in der Zone gab den Ausschlag: Boston erzielte dort 54 Punkte, während Washingtons Defensive oft nur staunend zusah.

Los Angeles Clippers 109:118 Sacramento Kings

Russell Westbrook bewies beim 118-109-Sieg der Sacramento Kings gegen die Clippers, dass er immer noch ein "Triple-Double-Monster" ist und sein 209. in der Karriere (12/12/10). Gemeinsam mit DeMar DeRozan (27 Punkte) führte er die Kings zu einem wichtigen Auswärtssieg. Sacramento übernahm im zweiten Viertel das Kommando und gab die Führung trotz eines späten Aufbäumens der Clippers nicht mehr ab.

Überschattet wurde die Partie jedoch von der Verletzung von Kawhi Leonard. Der Clippers-Star, der zuvor mit 31 Punkten einen neuen Franchise-Rekord aufgestellt hatte (45 Spiele in Folge mit 20+ Punkten), knickte im vierten Viertel unglücklich um und musste humpelnd in die Kabine. Ohne ihren Anführer konnten die Clippers den Rückstand zwar noch einmal auf drei Punkte verkürzen, am Ende fehlte jedoch die nötige Feuerkraft, um das Spiel komplett zu drehen.