NBA: Orlando mit Wagner weiter erfolgreich – Schreckmoment für Lakers und Doncic

Luka Doncic bejubelt einen getroffenen Dreier beim Sieg der Lakers über die 76ers.
Luka Doncic bejubelt einen getroffenen Dreier beim Sieg der Lakers über die 76ers.Wendell Cruz-Imagn Images via Reuters

Basketball-Nationalspieler Moritz Wagner ist mit den Orlando Magic in der NBA wieder in der Spur. Das Team aus Florida um Wagner und seinen DBB-Kollegen Tristan da Silva gewann gegen die Brooklyn Nets mit 118:98. Nach zuletzt zwei Niederlagen war es ein wichtiger Erfolg für Orlando.

Orlando Magic 118:98 Brooklyn Nets

Ohne den weiter verletzten Welt- und Europameister Franz Wagner (Knöchel) war Desmond Bane mit 23 Punkten erfolgreichster Werfer für die Magic. Moritz Wagner kam auf 14 Zähler, da Silva auf zwei. Jalen Suggs glückte nach überstandener Knieverletzung das erste Triple-Double seiner Karriere (15 Punkte, elf Rebounds, elf Assists), dazu lieferte er defensiv vier Blocks und drei Steals.

Desmond Bane (23 Punkte) und Paolo Banchero (22) sorgten offensiv für Druck, Anthony Black (18) und Wagner (alle Punkte in 12 Minuten von der Bank) rundeten den starken Auftritt ab. Brooklyn hielt nur phasenweise dagegen. Rookie Egor Demin stellte mit 26 Punkten (6/10 Dreier) einen Karrierebestwert auf, ebenso wie Nolan Traore mit 21 Zählern und sieben Assists. Doch die Nets – ohnehin das punktärmste Team der Liga – trafen nur 41,5 % aus dem Feld und leisteten sich 19 Ballverluste.

Mit 26 Siegen in 50 Begegnungen liegt Orlando hauchdünn an der Spitze der Southeast Division. In der Eastern Conference reicht diese Bilanz allerdings nur zu Platz sieben.

Los Angeles Lakers 119:115 Philadelphia 76ers

Auch Maxi Kleber kämpft mit den Los Angeles Lakers weiter um einen Play-off-Platz und war dabei gegen die Philadelphia 76ers erfolgreich. Beim 119:115-Erfolg verbuchte der Ex-Nationalspieler in mehr als 26 Minuten Spielzeit vier Punkte, vier Rebounds und vier Assists. Erfolgreichster Werfer der Lakers war Austin Reaves mit 35 Punkten in nur 25 Minuten.

Die Lakers drehten einen 14-Punkte-Rückstand und beendeten Philadelphias Fünf-Spiele-Siegesserie. Joel Embiid (35 Punkte) und Tyrese Maxey (26/13 Assists) hielten die 76ers zunächst im Spiel und brachten das Team aus Pennsylvania spät noch einmal auf 116:113 heran, doch ein Dunk von Rui Hachimura nach Assist von Kleber 12 Sekunden vor Schluss brachte die Entscheidung. Bitter für L.A.: Luka Doncic verließ das Spiel mit Schmerzen im linken Bein und kehrte nicht zurück.

Detroit Pistons 117:126 Washington Wizards

Die Washington Wizards schockten den Spitzenreiter der Eastern Conference. Trotz eines auf zehn Spieler ausgedünnten Kaderssetzte sich Washington mit 126:117 in Detroit durch. Will Riley (20 Punkte) und Sharife Cooper (18) führten ein Team an, das satte 69 Zähler von der Bank bekam. Justin Champagnie und Tristan Vukcevic steuerten jeweils 14 Zähler bei. Nach neun Pleiten in Serie gewinnen die Wizards nun vier ihrer letzten sechs Spiele.

Detroit, zuvor fünf Siege aus sechs Partien, kämpfte sich nach zwischenzeitlichem 17-Punkte-Rückstand zurück. Cade Cunningham glänzte mit 30 Zählern, acht Rebounds und acht Assists, doch die Pistons trafen nur 9 von 33 Dreiern (27,3 %). Ein 4-Punkte-Play von Duncan Robinson brachte sie spät noch einmal auf 112:107 heran, doch Bilal Coulibays Dreier mit ablaufender Shot Clock zum 117:110 war der Nackenschlag. Zudem musste All-Star-Center Jalen Duren (4 Punkte, 3 Rebounds) früh mit Knieschmerzen raus.

Atlanta Hawks 121:119 Utah Jazz

Was für ein Finish! Nickeil Alexander-Walker traf 1,3 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Jumper und bescherte Atlanta einen 121:119-Krimi-Sieg. Zuvor hatte Jazz-Rookie Ace Bailey neun Sekunden vor dem Ende per Dreier zum 119:119 ausgeglichen.

Neu-Hawk Jock Landale explodierte mit 29 Punkten (Saisonbestwert), fünf Dreiern (Karrierebestwert), vier Blocks und fünf Assists. Jalen Johnson legte sein drittes Triple-Double in Folge auf – 22 Punkte, 16 Rebounds, 15 Assists – sein zehntes der Saison. Utah hielt mit Isaiah Collier (25 Punkte, 11 Assists in 48 Minuten), Kyle Filipowski (15/17), Lauri Markkanen (18) und Brice Sensabaugh (18 von der Bank) stark dagegen, doch am Ende fehlte das letzte defensive Stoppsignal.

Toronto Raptors 123:107 Chicago Bulls

Toronto setzte ein Statement und beendete seine Vier-Spiele-Niederlagenserie gegen Chicago. Brandon Ingram (33 Punkte) und Immanuel Quickley (24) führten die Raptors zum 123:107-Sieg. Nach einem 76:76 im dritten Viertel zog Toronto mit einem 24:12-Lauf davon und ging mit 100:88 ins Schlussviertel.

Für die runderneuerten Bulls punkteten Anfernee Simons (22) bei seinem Debüt, Matas Buzelis (18) sowie Guerschon Yabusele (15/11) stark. Doch die vielen neuen Gesichter brauchen offenbar noch Abstimmung. Toronto hat nun 31 Siege nach 53 Spielen – mehr als in der gesamten Vorsaison.

Houston Rockets 99:109 Charlotte Hornets

Die Charlotte Hornets sind nicht zu stoppen: achter Sieg in Folge! Rookie Kon Knueppel (24 Punkte) und LaMelo Ball (20) führten das Team zum 109:99-Erfolg. Nach drei Vierteln lag Charlotte komfortabel vorne, Brandon Miller erhöhte früh im Schlussabschnitt auf 96:75. Spätestens beim 103:81 durch einen Dreier von Sion James war der Deckel drauf.

Houston kassierte die zweite deutliche Niederlage in Folge. Kevin Durant stemmte sich mit 31 Punkten dagegen, doch Alperen Sengün blieb mit sieben Zählern (3/11) weit unter seinem Schnitt. Charlotte kontrollierte Tempo und Rhythmus und hat nun schon die statistisch beste Phase seit den Neunziger-Jahren.

Dallas Mavericks 123:135 San Antonio Spurs

Victor Wembanyama dominierte früh, traf seine ersten fünf Dreier und hatte zur Pause 20 Punkte – am Ende standen 29 Zähler und 11 Rebounds beim 135:123-Sieg der Spurs. Dallas verkürzte zwar mehrfach, doch ging nie in Führung.

Cooper Flagg schrieb trotz Niederlage weiter Geschichte: 32 Punkte, viertes Spiel in Folge mit mindestens 30 – NBA-Rekord für einen Teenager. Auch Naji Marshall kam auf 32 Punkte, Daniel Gafford auf 16 und 10 Rebounds. Doch San Antonio hatte sieben Spieler mit zweistelligen Punkten, darunter Harrison Barnes (19), De’Aaron Fox (17) mit zwei wichtigen Dreiern im Schlussviertel und Stephon Castle (18), dessen krachender Dunk den Schlusspunkt setzte. Für Dallas ist es die sechste Niederlage in Serie.

Phoenix Suns 97:101 Golden State Warriors

Was für ein Comeback! Golden State drehte einen 14-Punkte-Rückstand im Schlussviertel und gewann 101:97 in Phoenix. Pat Spencer stellte mit 20 Punkten einen Karrierebestwert auf, Gui Santos steuerte 18 bei.

Phoenix führte 90:76 zu Beginn des vierten Viertels, doch dann riss der Faden: Nur 15 Punkte im Schlussabschnitt. De’Anthony Melton glich 55,8 Sekunden vor Schluss aus, Santos legte per Fastbreak nach. Dillon Brooks (24 Punkte) verpasste den möglichen Ausgleich von draußen, und die Warriors setzten mit einem letzten Korbleger den Deckel drauf.