NBA: Schröder verliert in letzter Sekunde – Überragender Flagg bricht Rookie-Rekord

Cooper Flagg erlebte seinen bisher größten Abend in der NBA.
Cooper Flagg erlebte seinen bisher größten Abend in der NBA.Kevin Jairaj/Imagn Images via Reuters

Dennis Schröder hat mit einer starken Leistung die Fortsetzung der Pleitenserie der Sacramento Kings in der Basketball-Eliteliga NBA nicht verhindern können. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft verlor mit seinem Team 111:113 gegen die Philadelphia 76ers und kassierte die siebte Niederlage nacheinander. Den entscheidenden Korb machte Topscorer Tyrese Maxey gerade einmal 1,3 Sekunden vor dem Ende mit einem Layup.

Philadelphia 76ers 113:111 Sacramento Kings

Schröder war mit 27 Punkten der beste Werfer seines Teams, dazu kamen vier Rebounds und zwei Assists. Der 32-Jährige stand durch den Ausfall von Russell Westbrook (Schmerzen im rechten Fuß) in der Startformation. Für die 76ers waren Maxey mit 40 Punkten sowie Joel Embiid mit 37 Zählern nicht zu stoppen.

Während Philadelphia auf Play-off-Kurs liegt, bleiben die Kings mit zwölf Siegen und 37 Niederlagen gemeinsam mit den New Orleans Pelicans Schlusslicht im Westen.

Minnesota Timberwolves 123:111 Oklahoma City Thunder

Isaiah Hartenstein kassierte derweil bei seinem Comeback nach Wadenverletzung mit Oklahoma City Thunder eine Pleite. Der Meister verlor 111:123 gegen die Minnesota Timberwolves und kassierte die dritte Niederlage in den vergangenen vier Partien. Center Hartenstein kam in seinem ersten Spiel nach über einem Monat Pause in 18 Minuten auf elf Punkte und fünf Rebounds. Oklahoma bleibt trotz der Pleite mit nun 38 Siegen und elf Niederlagen deutlich das beste Team der Western Conference.

Mit einem Saisonbestwert von 22 Dreipunktewürfen bei einer Trefferquote von 46,8% überrannten sie die Thunder von draußen. Anthony Edwards (26 Pkt) und Jaden McDaniels (21 Pkt, 5/5 Dreier) waren die treibenden Kräfte. Für OKC reichte es trotz 30 Punkten von Shai Gilgeous-Alexander nicht, auch weil man das Rebound-Duell (36:46) deutlich verlor.

Dallas Mavericks 121:123 Charlotte Hornets

Supertalent Cooper Flagg sorgt bei den Dallas Mavericks weiter für Erstaunen: Der 19-jährige Flügelspieler der früheren Franchise von Dirk Nowitzki brach bei der 121:123-Niederlage seines Teams gegen die Charlotte Hornets einen NBA-Rekord. Flagg erzielte 49 Punkte - und stellte damit einen neuen Liga-Bestwert für Teenager auf.

Flagg, der 2025 als Nummer eins im NBA-Draft ausgewählt worden war, traf 30 Sekunden vor der Schlusssirene dann auch per Dreier zum Ausgleich. In den letzten Sekunden des Spiels leistete er sich dann aber einen Ballverlust und foulte seinen Rookie-Kollegen Kon Knueppel, der die entscheidenden Freiwürfe verwandelte. Knueppel überragte mit 34 ebenso wie Flagg, der dann den letzten Wurf vergab.

Dennoch übertraf Flagg den lange gültigen Rekord von Cliff Robinson, der 1980 als 19-Jähriger 45 Punkte erzielte.

Washington Wizards 109:99 Milwaukee Bucks

Die Washington Wizards nutzten am Abend der Ehrung für Franchise-Legende John Wall die Schwäche der Milwaukee Bucks und feierten einen überzeugenden 109:99-Heimsieg. Kyshawn George (23 Pkt) und Alex Sarr (16 Pkt, 17 Rebounds) führten das Team, das mit 61:43 deutlich die Rebound-Hoheit behielt. 

Die Bucks, erneut ohne den verletzten Giannis Antetokounmpo, kassierten ihre vierte Niederlage in Folge. Myles Turner (21 Pkt, 14 Reb) kämpfte vergebens. Washington kontrollierte das Spiel früh, baute eine 18-Punkte-Führung aus und wehrte einen späten Aufholversuch der Gäste in den letzten 90 Sekunden souverän ab.

Atlanta Hawks 86:104 Houston Rockets

Kevin Durant (31 Punkte) und die Houston Rockets beendeten die Vier-Spiege-Siegesserie der Atlanta Hawks mit einem deutlichen 104:86-Erfolg. Die Rockets zogen nach der Halbzeit davon und bauten ihren Vorsprung im dritten Viertel entscheidend aus.

Die Hawks, die stark geschwächt ohne mehrere Stammspieler wie Onyeka Okongwu und Jalen Johnson antreten mussten, fanden keine Antwort. Jabari Smith Jr. (14 Pkt) und Reed Sheppard (13 Pkt) unterstützten Durant zuverlässig. CJ McCollum (23 Pkt) war der beste Werfer der erfolglosen Hawks.

Chicago Bulls 113:116 Miami Heat

Die Miami Heat sicherten sich einen knappen 116:113-Heimsieg gegen die Chicago Bulls, nachdem sie einen späten Aufholversuch der Gäste überstanden. Norman Powell (21 Pkt) und Bam Adebayo (20 Pkt, 12 Rebounds) waren die Eckpfeiler des Erfolgs.

Die Bulls, angeführt von Ayo Dosunmu (23 Pkt), lagen im letzten Viertel noch mit 13 Punkten zurück, kamen aber bis auf einen Punkt heran. Ein letzter Dreier von Coby White zum Ausgleich verfehlte jedoch das Ziel. Für die Heat war es ein wichtiger Sieg im ersten von drei direkten Duellen innerhalb weniger Tage gegen denselben Gegner.

Denver Nuggets 107:103 Brooklyn Nets

Jamal Murray (27 Pkt) entschied ein enges Spiel in den letzten Minuten und führte die Denver Nuggets zu einem 107:103-Sieg gegen die Brooklyn Nets. Die Partie war geprägt von der emotionalen Rückkehr von Michael Porter Jr., der nach seinem Wechsel zu Brooklyn mit 38 Punkten und 10 Rebounds brillierte und von den Denver-Fans mit Standing Ovations gefeiert wurde.

Die Nets, die ihr siebtes Spiel in Folge verloren, hatten nach einem 15-Punkte-Rückstand zur Halbzeit sogar die Führung übernommen, doch Murrays Clutch-Performance in der Schlussphase sicherte Denver den Sieg.

Phoenix Suns 114:96 Detroit Pistons

Dillon Brooks feierte einen Karriereabend und führte die Phoenix Suns zu einem überraschend deutlichen 114:96-Sieg gegen den Eastern-Conference-Leader Detroit Pistons. Brooks erzielte mit 40 Punkten einen neuen persönlichen Rekord und traf dabei 13 von 22 Würfen. Unterstützt von Grayson Allen (24 Pkt) dominierten die Suns große Teile des Spiels.

Für die Pistons, angeführt von Cade Cunningham (26 Pkt), war es erst die dritte Niederlage in den letzten zwölf Spielen. Phoenix lag zur Halbzeit bereits mit 16 Punkten in Front und ließ den überraschend schwachen Eastern-Conference-Tabellenführer nie ernsthaft zurückkommen.