NBA: Vierter Sieg in Folge für Wagner und Orlando – "Wemby" und die Spurs dominieren

Victor Wembanyama hat die San Antonio Spurs zum nächsten Sieg in der NBA geführt.
Victor Wembanyama hat die San Antonio Spurs zum nächsten Sieg in der NBA geführt.Scott Wachter-Imagn Images via REUTERS

Die Orlando Magic haben in der nordamerikanischen Basketballliga NBA den vierten Sieg in Folge gefeiert und die Playoffs inmitten ihrer längsten Erfolgsserie in dieser Saison fest im Blick. Die Mannschaft um die Nationalspieler Tristan da Silva und Moritz Wagner setzte sich bei den Milwaukee Bucks mit 130:91 durch. Franz Wagner fehlte weiterhin verletzt.

Milwaukee Bucks 91:130 Orlando Magic

Bester Werfer für die Gäste war Paolo Banchero mit 33 Punkten. Da Silva holte fünf Zähler, sechs Rebounds und fünf Assists, für Moritz Wagner standen drei Punkte und neun Rebounds auf dem Statistikzettel. Nach dem 35. Saisonerfolg belegt Orlando in der Eastern Conference Platz sechs.

Die Bucks verzichteten abermals auf ihren angeschlagenen Superstar Giannis Antetokounmpo. Er hat jetzt schon 30 Spiele verpasst, mit Abstand die meisten in seiner 13-jährigen NBA-Karriere. Bobby Portis war mit 18 Punkten und zehn Rebounds noch der auffälligste Spieler der Bucks. Für Milwaukee, das fünf seiner letzten sechs Spiele verloren hat, wird der Kampf um die Play-in-Plätze im Osten damit zunehmend schwieriger. 

San Antonio Spurs 145:120 Houston Rockets

Victor Wembanyama führte die San Antonio Spurs mit 29 Punkten zu einem ungefährdeten 145:120 gegen die Houston Rockets. Für die Spurs bleiben damit eines der formstärksten Teams der Liga war und durften sich über den 15. Sieg in den jüngsten 16 Duellen freuen. Sie stehen im Westen hinter Titelverteidiger Oklahoma City Thunder auf Platz zwei.

Während die Spurs 58 Prozent ihrer Würfe trafen und 21 Dreier versenkten, konnte Houston nur zu Beginn kurz dagegenhalten und lag lediglich einmal knapp vorne. Kevin Durant und Amen Thompson erzielten jeweils 23 Punkte für die Rockets, die defensiv jedoch große Probleme hatten und eine Saisonhöchstzahl an Punkten zuließen.

Cleveland Cavaliers 98:109 Boston Celtics

Die Boston Celtics haben im Duell zweier Spitzenteams der Eastern Conference ein deutliches Zeichen gesetzt. Angeführt von Jaylen Brown, der 23 Punkte sowie neun Rebounds und acht Assists verbuchte, setzten sich die Männer aus Massachusetts mit 109:98 gegen die Cleveland Cavaliers durch. Auch Jayson Tatum zeigte bei seinem zweiten Einsatz nach einem Achillessehnenriss eine solide Leistung: 20 Punkte in 27 Minuten Spielzeit, darunter sechs im Schlussviertel. Boston dominierte weite Strecken der Partie und baute im dritten Viertel eine komfortable 81:55-Führung auf. 

Cleveland stemmte sich zwar gegen die Niederlage: Donovan Mitchell erzielte starke 30 Punkte, Evan Mobley steuerte 24 Zähler und acht Rebounds bei. Zwischenzeitlich verkürzten die Cavaliers den Rückstand im Schlussabschnitt auf acht Punkte, doch Payton Pritchard antwortete prompt mit einem Dreier und zwei weiteren Körben. Bereits in der ersten Hälfte hatte Boston mit einem 48:29-Vorsprung früh die Richtung vorgegeben, während Cleveland von außen kaum traf. 

Los Angeles Lakers 110:97 New York Knicks

Auch ohne LeBron James präsentierten sich die Los Angeles Lakers in guter Form. Luka Dončić führte sein Team mit 35 Punkten und acht Rebounds zu einem 110:97-Erfolg gegen die New York Knicks. Unterstützung erhielt er vor allem von Austin Reaves, der 25 Punkte beisteuerte. Die Lakers kontrollierten die Partie über weite Strecken und lagen zeitweise mit 23 Punkten vorne und gerieten trotz einer schwächeren Phase im Schlussviertel nie ernsthaft in Gefahr. 

New York kämpfte sich zwar noch einmal heran, profitierte dabei jedoch nicht ausreichend von den Fehlern der Gastgeber. Acht Ballverluste im vierten Viertel und eine schwache Dreierquote verhinderten eine echte Aufholjagd. Karl-Anthony Towns überzeugte mit 25 Punkten und 16 Rebounds, während Jalen Brunson 24 Punkte erzielte, zehn davon im Schlussabschnitt. Letztlich machten ein Dreier von Luke Kennard sowie ein weiterer Distanztreffer von Dončić in der Schlussminute alles klar. 

Miami Heat 121:110 Detroit Pistons

Die Miami Heat bleiben in der Erfolgsspur: Beim 121:110 gegen die Detroit Pistons feierten sie ihren fünften Sieg in Serie. Tyler Herro war mit 25 Punkten der erfolgreichste Werfer, während Bam Adebayo mit 24 Punkten einen besonderen Meilenstein erreichte: er überschritt die Marke von 10.000 Karrierepunkten im Trikot der Heat. Das Team aus Florida legte früh den Grundstein zum Erfolg und führte bereits zur Halbzeit deutlich, nachdem Detroit zwischenzeitlich mit 25 Punkten zurückgelegen hatte. 

Die Pistons konnten den Rückstand zwar gelegentlich verkürzen, doch eine Dreierserie von Herro im dritten Viertel brachte die Entscheidung. Cade Cunningham führte die Gäste mit 26 Punkten und zehn Assists an, Jalen Duren kam auf 24 Punkte. Für Detroit setzte sich damit eine Negativserie fort, während Miami seine starke Form bestätigte und nun sieben Spiele über der 50-Prozent-Marke liegt. 

Toronto Raptors 122:92 Dallas Mavericks

RJ Barrett führte die Toronto Raptors mit einer Saisonbestleistung von 31 Punkten zu einem klaren 122:92-Erfolg gegen die Dallas Mavericks. Scottie Barnes (17 Punkte) sowie der Österreicher Jakob Poeltl mit einem Double-Double aus 16 Punkten und zehn Rebounds unterstützten die Offensivbemühungen der Gastgeber. Toronto nutzte vor allem Ballverluste der Mavericks konsequent aus und verwandelte 20 Turnover in 27 Punkte. 

Für Dallas setzte sich dagegen eine schwierige Phase fort: Die Mavericks kassierten ihre siebte Niederlage in Serie. Daniel Gafford überzeugte mit 21 Punkten und elf Rebounds, während Rookie Cooper Flagg 17 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists beisteuerte. Dennoch fanden die Gäste offensiv keinen Rhythmus, trafen nur fünf ihrer 30 Dreipunktewürfe und hatten große Probleme im Fastbreak, in dem Toronto klar überlegen war. 

New Orleans Pelicans 138:118 Washington Wizards

Die New Orleans Pelicans setzten sich mit 138:118 gegen die Washington Wizards durch und feierten damit ihren sechsten Sieg aus den letzten neun Spielen. Trey Murphy III (24 Punkte) und Saddiq Bey (23) führten eine ausgeglichene Offensive an, während Zion Williamson weitere 20 Punkte beisteuerte. Besonders unter den Körben dominierten die Pelicans deutlich und erzielten 72 Punkte in der Zone. 

Lange blieb die Partie dennoch offen: Zur Halbzeit lagen die Pelicans lediglich mit 67:65 vorne. Erst ein Zwischenspurt im Schlussabschnitt brachte die Entscheidung, eingeleitet durch einen Dreier des Rookie-Guards Jeremiah Fears. Auf Seiten der Wizards sammelten Rookie Tre Johnson 20 Punkte und Will Riley 19, während Trae Young bei seinem zweiten Einsatz für Washington 17 Punkte und acht Assists in 18 Minuten auflegte. 

Portland Trail Blazers 131:111 Indiana Pacers

Scoot Henderson zeigte eine herausragende Leistung und führte die Portland Trail Blazers mit einer Saisonbestleistung von 28 Punkten zum 131:111 gegen die Indiana Pacers. Unterstützt wurde er von Jerami Grant und Jrue Holiday, die jeweils 21 Punkte erzielten. Henderson überzeugte zudem als Spielmacher mit sechs Assists bei null Ballverlusten. 

Entscheidend war ein 25:7-Lauf kurz vor der Halbzeit, an dem Henderson maßgeblich beteiligt war. Indiana rutschte damit tiefer in die Krise und kassierte bereits die neunte Niederlage in Folge. Pascal Siakam war mit 22 Punkten der beste Werfer der Pacers, während Jay Huff 16 Punkte und fünf Blocks verbuchte. 

Sacramento Kings 126:110 Chicago Bulls

Russell Westbrook schrieb erneut NBA-Geschichte: Wenige Tage nach einer denkwürdigen Rede gegen die negative Berichterstattung über die Kings-Saison erzielte er beim 126:110 der Sacramento Kings gegen die Chicago Bulls mit 23 Punkten, zwölf Assists und elf Rebounds sein 208. Triple-Double und baute damit seinen Rekord weiter aus. Gemeinsam mit Malik Monk (30 Punkte) und Rookie Maxine Raynaud (26 Punkte, 11 Rebounds) führte er Sacramento zu einem kontrollierten Heimsieg. 

Die Kings setzten sich früh ab und dominierten vor allem in der Zone, wo sie die Bulls deutlich übertrafen. Chicago konnte lediglich phasenweise mithalten: Collin Sexton erzielte 28 Punkte von der Bank, während Josh Giddey ebenfalls ein Triple-Double mit 15 Punkten, zwölf Rebounds und zehn Assists gelang. Dennoch blieb der Rückstand der Gäste stets komfortabel für Sacramento. 

Phoenix Suns 111:99 Charlotte Hornets

Die Phoenix Suns stoppten die starke Auswärtsserie der Charlotte Hornets und gewannen mit 111:99. Devin Booker führte sein Team mit 30 Punkten und zehn Assists an und verwandelte zudem alle 15 Freiwürfe. Auch Collin Gillespie und Jalen Green überzeugten mit jeweils 24 Punkten, sodass Phoenix nun bei vier Siegen aus den letzten fünf Spielen steht. 

Charlotte hielt lange dagegen und lag zur Halbzeit nur knapp zurück. LaMelo Ball war mit 22 Punkten der erfolgreichste Werfer der Gäste, deren beeindruckende Serie von zehn Auswärtssiegen endete. Trotz der Niederlage befindet sich das Team weiterhin in guter Form und hat 16 seiner letzten 21 Spiele gewonnen.