Von Duke auf die große Bühne: College-Kumpels Flagg und Knueppel begeistern die NBA

Flagg und Knueppel sorgten im direkten Duell für NBA-Geschichte
Flagg und Knueppel sorgten im direkten Duell für NBA-GeschichteČTK / AP / Jessica Tobias

Cooper Flagg sorgt in der NBA weiter für Erstaunen. Im Duell der Super-Rookies legt der Jungstar der Dallas Mavericks einen Teenager-Rekord auf.

Cooper Flagg war schon das größte Versprechen im US-Basketball, als er noch in der Duke University auf seiner Studentenbude hockte. Dass er aber nur einige Monate später gemeinsam mit seinem Kumpel, mit dem er sich einst das College-Zimmer teilte, die NBA aufmischt, übertrifft selbst die kühnsten Erwartungen des Supertalents.

Spannendes Duell um "Rookie of the year"-Award

"Es ist unglaublich. Ich würde es nicht anders haben wollen", sagte Flagg nach dem spektakulären Rookie-Duell mit Kon Knueppel, bei dem er stolze 49 Punkte auflegte – nie gelangen einem Teenager in einem NBA-Spiel mehr: "Wir beide werden für den Rest unseres Lebens auf diesen Abend und das gesamte Jahr zurückblicken und darüber sprechen."

Dass seine Dallas Mavericks die Partie gegen Knueppels Charlotte Hornets mit 121:123 verloren, ist eine bittere Note, Flaggs Leistung an diesem Abend schmälerte das aber keinesfalls. Der Nummer-eins-Pick des vergangenen Drafts dominierte das Spiel nach Belieben, traf 20 seiner 29 Feldwürfe und steuerte obendrein zehn Rebounds bei.

"Er war heute Abend der beste Spieler auf dem Feld", schwärmte Knueppel, ein kleinerer Shooter im Vergleich zum physischeren Flagg, der mit 34 Punkten ebenfalls glänzte: "Wahrscheinlich war er sogar der beste Spieler, der in dieser Saison gegen uns gespielt hat." Wer von ihnen beiden aber der beste Liga-Neuling wird, der "Rookie of the year", ist weiterhin offen.

Lange sah es danach aus, als könnte Knueppel, vierter Pick im Draft, dem vom Saisonstart weg hoch gehandelten Flagg (19) die Show stehlen. Da ist sich Knueppel (20) nach der Machtdemonstration von Dallas aber nicht mehr so sicher. Flagg werde ihn im Rennen um die Auszeichnung "wahrscheinlich mit 49 und zehn übertrumpfen, aber es ist, wie es ist".

Teenager überzeugt mit mentaler Reife

Derweil interessieren Flagg solche Awards nur am Rande, bereits in jungen Jahren gilt er als ungemein reif und reflektiert. Dazu passt, dass er nach der Pleite gegen Charlotte hart mit sich ins Gericht ging. Denn in den letzten Sekunden des Spiels hatte er sich einen Ballverlust erlaubt und Knueppel gefoult, der die entscheidenden Freiwürfe verwandelte. Den letzten Wurf der Partie vergab Flagg dann auch noch.

"Ich versuche immer noch, diese Situationen am Ende des Spiels zu lernen. Ich versuche immer, mich zu verbessern", sagte Flagg. Diese Einstellung beeindruckt auch seinen Trainer Jason Kidd, der als Spieler 2011 mit Dirk Nowitzki die Meisterschaft gewonnen hatte. "Ihm geht es nicht um Zahlen. Ihm geht es um Siege und Niederlagen", sagte Kidd: "So ist er eben. Ein junger Mann, der so denkt, wird eher früher als später Champion werden."

In dieser Saison wohl noch nicht. Mit einer Bilanz von 19 Siegen und 29 Niederlagen liegt Dallas im brutal starken Westen weit hinter den direkten Play-off-Rängen zurück. Selbst für die Play-ins könnte es eng werden. Grund sind vor allem die Verletzungen der Starspieler Kyrie Irving und Anthony Davis. Doch die Zukunft gehört ohnehin Cooper Flagg.

Zum Match-Center: Dallas Mavericks vs. Charlotte Hornets