Das rot-weiß-rote Herren-Nationalteam ist in der WM-Qualifikation nach den beiden starken, aber schlussendlich erfolglosen Auftaktspielen gegen die Europameisterschaftsteilnehmer aus Polen (78:90) und Lettland (68:86) bereits unter Zugzwang: Im bevorstehenden „back-to-back“-Duell mit den Niederlanden braucht Österreich einen Sieg, um in Gruppe F nicht vorzeitig den Anschluss zu verlieren. Nach zwei Niederlagen liegt Rot-Weiß-Rot an vierter und letzter Stelle. Tabellenführer Polen ist noch ungeschlagen, die Niederlande und Lettland halten jeweils bei einem Sieg. Die Top-3 dieser Gruppe erreichen die finale Phase der WM-Qualifikation.
Head Coach Aramis Naglic, der die Mannschaft seit Herbst letzten Jahres betreut, sieht seine Mannschaft für die beiden bevorstehenden Spiele gut gerüstet: "Wir haben eine sehr gute Atmosphäre im Team und die letzten Tage eine starke Vorbereitung absolviert. Ich kann garantieren, dass wir einhundert Prozent geben und alles auf das Parkett bringen werden, was in uns steckt.“ Der Kroate, der parallel auf Klub-Ebene den slowakischen Erstligisten Slovan Bratislava betreut, sieht in seinem erst zweiten Window als Teamchef bereits seine Philosophie umgesetzt: "Nationalteam bedeutet für mich ‚Familie‘. Das haben die Jungs nicht nur verstanden, sie leben es auch. Wir sind miteinander gewachsen und werden in den beiden Spielen gegen die Niederlande definitiv ein ‚Improvement‘ zeigen.“

Österreich stellt sich der niederländischen Intensität
In der Vorbereitung auf das Niederlande-Doppel hat Österreichs Coaching-Staff sehr akribisch den Spielstil des Gegners analysiert: "Sie beginnen immer mit unglaublich hoher Intensität und Aggressivität – das müssen wir überleben. Außerdem sind die Niederlande im Fastbreak sehr gefährlich“, weiß Naglic. Vor allem auf seine beiden Point Guards Bogic Vujosevic und Daniel Friedrich werde dadurch sehr viel Arbeit zukommen, so der 60-Jährige. "Die beiden werden sehr viel Spielzeit erhalten und müssen mit Nachdruck und Souveränität dagegenhalten.“ Offensiv soll diesmal viel über Rückkehrer Luka Brajkovic, der bei den letzten beiden „Windows“ verletzungsbedingt fehlte, gespielt werden. "Seine Präsenz und Power unter dem Korb werden wir versuchen auszunutzen.“
Niederlande legen starken Quali-Start hin
Anders als die Österreicher, die im ersten Window zwei Niederlagen hinnehmen mussten, haben die Niederländer durch ein 86:78 gegen Lettland bereits einen Sieg auf dem Konto – und waren beim 83:85 gegen Polen knapp an einem zweiten Erfolg dran. Schon in der Vorqualifikation trafen die beiden Nationen aufeinander. Am 2. August 2025 gewannen die Holländer zuhause 65:64, Österreich revanchierte sich elf Tage später in Schwechat mit einem 83:70-Erfolg.
