Die Top 10 der bestbezahlten Radfahrer 2025
1. Tadej Pogačar - ca. 8,3 Mio. €
2. Remco Evenepoel - ca. 6,5 Mio. €
3. Jonas Vingegaard - ca. 5 Mio. €
4. Mathieu van der Poel - ca. 4 Mio. €
5. Wout van Aert- ca. 4 Mio. €
6. Primož Roglič - ca. 4 Mio. €
7. Tom Pidcock - ca. 2,7 Mio. €
8. Adam Yates - ca. 2,7 Mio. €
9. Egan Bernal - ca. 2,5 Mio. €
10. Carlos Rodríguez - ca. 2,5 Mio. €
Anmerkung: Die Grundgehälter wurden von Domestique Cycling und anderen Quellen geschätzt und schließen keine Boni, Prämien und Sponsorengelder mit ein.
Warum manche Radprofis Millionen verdienen – Gehälter & Prämien im Profi‑Radsport
Die hohen Einkommen der Spitzenfahrer erklären sich durch mehrere Faktoren. Die Medienpräsenz und der internationale Marktwert spielen eine entscheidende Rolle, denn Topfahrer wie Pogačar oder Evenepoel ziehen Aufmerksamkeit, Sponsoren und lukrative Werbedeals an.
Gleichzeitig treibt die Kommerzialisierung des Sports die Budgets der Teams in die Höhe, sodass ein erheblicher Teil des Geldes in die Entlohnung von Spitzenfahrern fließt. Dazu kommen Siegprämien, Bonuszahlungen für Etappen- oder Gesamtsiege sowie Einnahmen aus Markenkooperationen und PR-Auftritten.
Langfristige Verträge und Rollen als Kapitän oder Lead-Fahrer bieten zusätzlich Sicherheit und hohe feste Einkommen. Zusammengenommen erklären diese Faktoren, warum einzelne Fahrer Millionen pro Jahr verdienen können, während der Großteil des Pelotons weit darunter liegt.
Wie sich Gehalt zusammensetzt: Vertrag, Prämien, Sponsoren & Werbeeinnahmen
Das Einkommen eines Profi-Radfahrers setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Der Kern bildet das Fixgehalt, das regelmäßig vom Team gezahlt wird und bei WorldTour-Fahrern im Durchschnitt mehrere hunderttausend Euro pro Jahr beträgt. Hinzu kommen Prämien für Siege oder Podiumsplatzierungen bei einzelnen Rennen oder Gesamtwertungen, die bei erfolgreichen Fahrern einen erheblichen Anteil ausmachen. So gibt es für einen Etappensieg bei der Tour de France zum Beispiel eine Prämie von 11.000 Euro.
Sponsoren- und Markenverträge liefern häufig den größten Teil des Einkommens, besonders bei bekannten Fahrern mit internationaler Reichweite. Zusätzlich können Einnahmen aus Medienauftritten, Social-Media-Kampagnen, Werbung oder speziellen Team-Rollen wie Kapitänsaufgaben die Gesamtsumme deutlich steigern. Das Verhältnis dieser Einnahmequellen variiert stark, doch bei Topstars übersteigen Prämien und Sponsorenhonorare oft das Grundgehalt.
Unterschiedliche Ligen – Von Continental bis WorldTour: Wie stark variiert das Einkommen?
Die Höhe des Einkommens hängt stark von der Liga und dem Team ab, in dem ein Fahrer aktiv ist. Im Continental- und Entwicklungssportbereich verdienen Fahrer meist nur bis zu etwa 40.000 Euro im Jahr und sind auf Boni, Prämien oder Nebenjobs angewiesen, während ProTeams und Pro-Continental-Fahrer zwischen 40.000 und 200.000 Euro pro Jahr erzielen.
WorldTour-Fahrer starten mit höheren Einstiegsgehältern, wobei etablierte Stars im Schnitt zwischen 250.000 und 500.000 Euro verdienen. Das Mindestgehalt liegt bei etwas mehr als 40.000 Euro pro Jahr, fast 5.000 Euro mehr als beispielsweise bei UCI Pro Teams. Doch auch innerhalb der Teams gibt es riesige Unterschiede: Die Top-Teams geben bis zu 25 Millionen Euro und mehr pro Jahr für Fahrergehälter aus, bei kleineren Teams könnte das Budget bei weniger als 3 Millionen Euro liegen.
Erst durch Spitzenleistungen und Sponsorenwert erreichen einzelne Fahrer Millionenbeträge. Das zeigt, dass die soziale und finanzielle Schere im Radsport sehr groß ist: Wer ganz oben mitspielt, verdient ein Vielfaches von jenen, die in unteren Ligen aktiv sind.
Frauen vs. Männer: Warum die Gehälter im Damenradsport oft deutlich niedriger sind
Auch bestehen deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Topfahrerinnen wie Demi Vollering sollen geschätzt rund 850.000 Euro im Jahr verdienen, während die meisten weiblichen Profis weit darunter liegen. Das Mindestgehalt für Fahrerinnen von UCI World Teams liegt mi 38.000 Euro 7.000 Euro unter dem der Herren. Diese werden jedoch von der UCI festgelegt. Die Herren werden dagegen von den Fahrergewerkschaften und -vertretungen CPA und AIGCP vertreten.
Weniger Medienpräsenz und begrenzte Budgets der Teams sorgen prinzipiell für niedrigere Gehälter im Damenradsport. Dennoch: Die Lage verbessert sich langsam, fast alle großen Rennen haben mittlerweile auch einen Frauen-Wettbewerb, was für eine größere Beliebtheit des Sports sorgt - und natürlich auch steigende Gehälter und Investitionen mit sich bringt.
Zukunftstrends: Werden Gehälter im Radsport weiter steigen?
Für die Zukunft ist zu erwarten, dass insbesondere die Gehälter im Spitzensegment weiter wachsen werden. Der Radsport hat sich von den Doping-Skandalen der frühen 2000er Jahre erholt und ist in seiner Beliebtheit am boomen. Steigende Team-Budgets und Sponsorengelder schaffen Raum für höhere Einkommen, während die wachsende Bedeutung von Marketing und Medien den Wert erfolgreicher Fahrer zusätzlich erhöht.
Gleichzeitig bewegt sich der Radsport weg von Amateurstrukturen hin zu professioneller Kommerzialisierung, sodass Teams gezielt in Verträge, Prämien und Infrastruktur investieren. Langfristige Verträge und die Markenbildung von Topfahrern sorgen dafür, dass Sponsoren- und Mediendeals künftig noch größere Einnahmen ermöglichen könnten. Unterhalb der Topebene bleibt der Sport jedoch stark abhängig von Teamfinanzierung, Erfolgen und individuellen Möglichkeiten, sodass viele Fahrer weiterhin nur begrenzte Einkommen erzielen.
