Dass Usyk gegen den Bochumer antreten muss, hatte der World Boxing Council (WBC) unlängst entschieden. Angepeilt hat Kabayel für den bis dato größten Kampf seiner Karriere den Frühherbst. Als Pflichtherausforderer hofft der WBC-Interimsweltmeister gleichzeitig auf die Durchsetzungskraft des Verbandes: "Entweder kämpft Usyk gegen mich, oder er legt den Gürtel nieder – dann wäre ich Weltmeister von der Couch aus."
Mit seiner makellosen Bilanz von 27 Siegen in 27 Kämpfen wittert Kabayel seine Chance – und hat vor allem das fortgeschrittene Alter des Ukrainers als entscheidenden Faktor ausgemacht: "Er ist 39 Jahre alt und nicht mehr in seiner Primetime. Ich glaube, das ist die Zeit, wo man sagen sollte: Es ist schön gewesen, ich habe sehr viel geleistet, und jetzt ist es Zeit aufzuhören."
Sich selbst sieht der Deutsche, der gemeinsam mit Fußball-Nationalspieler Leroy Sané in Leverkusen aufgewachsen ist, dagegen in Topform: "Das ist unsere größte Chance, Usyk zu schlagen – sein Alter und mein Wille. Den Willen habe ich, das bessere Alter habe ich auch."
