Bundesliga LIVE: Wölfe "freuen sich" auf Abstiegskrimi – Mainz kein Scharfrichter

Aktualisiert
Alle News, Ergebnisse und Stimmen zum 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Alle News, Ergebnisse und Stimmen zum 34. Spieltag der Fußball-BundesligaFlashscore // REUTERS/Lisi Niesner

Es ist so weit: Die Bundesligasaison 2025/26 schlägt ihr letztes Kapitel auf. Während der deutsche Meister sich bereits vor Wochen krönen konnte, steht auch am letzten Wochenende sehr viel auf dem Spiel. Wie gewohnt werden alle Partien des 34. Spieltags am Samstag um 15:30 Uhr angepfiffen. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Kampf um die Relegation und die internationalen Ränge. News, Ergebnisse, Stimmen: Mit Flashscore verpasst du auch am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga keine aktuelle Entwicklung.

Bundesliga LIVE

17:42 Uhr - PK MAINZ

Urs Fischer sieht den FSV Mainz 05 vor dem Saisonfinale beim 1. FC Heidenheim keinesfalls als Scharfrichter im Abstiegskampf. "Man hat 34 Spieltage Zeit auf sich zu schauen, wir sind nicht verantwortlich für die Situation der anderen. Wir waren in einer ähnlichen Situation und haben uns toll rausgekämpft", sagte der 60-Jährige: "Verantwortlich muss uns keiner machen. Es ist jeder für sich verantwortlich."

Er sei vor dem letzten Spieltag "dankbar, dass wir uns nicht in der Situation befinden", meinte Fischer. Während die Rheinhessen seit zwei Wochen den Klassenerhalt sicher haben, benötigt Heidenheim einen Sieg zum Abschluss. "Ich mache keine Geschenke. Wir versuchen, die bestmögliche Mannschaft auf den Platz zu bekommen und die bestmögliche Leistung abzurufen", betonte Fischer: "Ob uns das gelingt, werden wir sehen."

Zum Match-Center: FSV Mainz 05 vs. 1. FC Heidenheim

Es sei nach der tollen Aufholjagd in der Rückrunde "menschlich, dass du auch den mentalen Druckabfall hast und loslässt", führte Fischer aus: "Da nehme ich die Mannschaft total in Schutz." Dennoch habe es nach dem 1:3 gegen Union Berlin mit einer ganz schwachen ersten Halbzeit eine "sehr deutliche Analyse" gegeben. Dass die Mannschaft den Schalter nochmals umlegen könne, habe sie in Durchgang zwei bewiesen, weshalb er auch für Samstag (15.30 Uhr/Sky) optimistisch sei.

Am Donnerstag gab der Verein die Vertragsverlängerung mit Routinier Stefan Bell für die kommende Saison bekannt. Der 34-Jährige spielt seit 2007 für den FSV und absolvierte 333 Pflichtspiele für die Profis. "Ich fühle mich gut und kann der Mannschaft sicher an der ein oder anderen Stelle noch weiterhelfen", sagte Bell. Der Innenverteidiger sei "eine Institution bei Mainz 05", schwärmte Sportdirektor Niko Bungert. Am Mittwoch hatte bereits Danny da Costa verlängert.

17:28 Uhr - PK WOLFSBURG

Trainer Dieter Hecking vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zeigt sich vor dem finalen Abstiegsduell beim FC St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr/Sky) betont ruhig. "Wir wussten, dass es so ein Spiel geben kann. Und jetzt freuen wir uns drauf", sagte der 61-Jährige am Donnerstag.

Das Millerntor stehe "für Begeisterung und Atmosphäre. St. Pauli hat Tugenden, die einem wehtun können", ergänzte Hecking und betonte: "Es gilt, bei uns zu bleiben und unseren Plan ins Spiel reinzubringen und dann zu gucken, ob es reicht, St. Pauli zu schlagen."

Zu Prognosen wollte sich Hecking bewusst nicht hinreißen lassen. "Das ist ein K.o.-Spiel und da kann so viel passieren, was wir jetzt nicht vorhersehen können." Er wolle dennoch "nicht locker wirken, ich bin auch angespannt. Mich treiben Dinge um, ob ich es schaffe, den richtigen Ton zu finden und auch den Druck mal rauszunehmen."

Zum Match-Center: FC St. Pauli vs. VfL Wolfsburg

Das Parallelspiel des Konkurrenten 1. FC Heidenheim gegen den FSV Mainz 05 spiele für ihn dagegen keine Rolle. "Irgendeiner im Stadion wird das Ergebnis schon herausfinden", sagte Hecking. "Aber wir fahren da hin und wollen das Spiel gewinnen. Alles andere hat uns nicht zu interessieren."

Trotz aller Anspannung seien es genau diese Partien, die den "Scheiß-Fußball so toll" machen, sagte Hecking. Für den Fall eines Abstiegs wäre seine Zeit in Wolfsburg dennoch "eine Zeit, die ich nicht missen möchte".

Erstmals seit Bestehen der Bundesliga gehen der Tabellen-16., -17. und -18. punktgleich ins Saisonfinale. Einzig die bessere Tordifferenz verschafft Wolfsburg einen minimalen Vorteil. Bei St. Pauli muss Hecking auf Ersatztorhüter Marius Müller verzichten. Anders als zunächst berichtet sei dieser jedoch nicht suspendiert, sondern aus gesundheitlichen Gründen nicht im Kader, stellte Hecking klar.

17:11 Uhr - PK KÖLN

Nach der erfüllten Mission Klassenerhalt hofft René Wagner weiter auf seine Beförderung zur Dauerlösung beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, ein entsprechendes Gespräch mit Sportchef Thomas Kessler habe es aber bislang nicht gegeben. "Aktuell habe ich noch nichts gehört", sagte der Interimstrainer vor dem Saison-Abschluss beim deutschen Meister Bayern München am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Der 37-Jährige merkte aber an: "Wir haben die Aufgaben erfüllt, die wir bekommen haben."

Er wolle "ruhig bleiben, weil ich es einfach nicht beeinflussen kann", erklärte Wagner. Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok hat er mit dem Aufsteiger in sechs Spielen sechs Punkte geholt. Dies reichte zum vorzeitigen Ligaverbleib, das 1:3 am vergangenen Sonntag gegen das vorherige Schlusslicht 1. FC Heidenheim hallt aber nach, Kessler bewertete die Leistung als "ernüchternd".

Zum Match-Center: FC Bayern vs. 1. FC Köln

Auch Wagner hatte sich mehr versprochen, er wollte der Mannschaft am Donnerstag aber "weder Willen noch Charakter absprechen". Gefehlt habe vielmehr "der absolute Fokus in gewissen Situationen".

Beim FC Bayern, den er eine Woche vor dem DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart in Bestbesetzung erwartet, will Wagner mit seinen Spielern "mit voller Energie" antreten: "Es ist eine Riesenchance, sich auf dem allerhöchsten Niveau mit den besten Spielern in Deutschland, vielleicht europaweit, zu messen."

Gleichwohl wisse er, dass man "gegen Bayern mit einer sehr, sehr guten Leistung auch 1:3 oder 1:4 verlieren kann". Geschehen ist das mit diesen Ergebnissen in dieser Saison im Pokal und im Hinspiel, jeweils im eigenen Stadion.

16:56 Uhr - PK STUTTGART

Zunächst die begehrte Qualifikation für die Champions League, dann erst der Blick auf das Pokalfinale: Beim VfB Stuttgart sind vor den beiden Saison-"Endspielen" die Prioritäten laut Trainer Sebastian Hoeneß klar gesetzt. "Ich kriege nicht viel mit über Berlin, die Jungs sind sehr klar. Es fällt nicht schwer, den Fokus scharf zu stellen. Erst kommt der Samstag, dann das nächste Ziel", betonte Hoeneß vor dem abschließenden Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt.

Zum Match-Center: Eintracht Frankfurt vs. VfB Stuttgart

Der VfB, der am 23. Mai im Pokalfinale auf den FC Bayern trifft, geht im engen Kampf um die Königsklasse mit einem leichten Vorteil ins Rennen: Die Schwaben sind als Vierter punktgleich mit der TSG Hoffenheim, weisen aber die um fünf Treffer bessere Tordifferenz auf. Leverkusen auf Rang sechs liegt drei Zähler zurück.

"Es reduziert sich nach langer Saison auf das eine Spiel, das macht es reizvoll. Es wird ein heißes Ding", sagte Hoeneß und sprach von einem "grundsätzlich schwierigen Spiel gegen einen Gegner, der selbst noch um einen internationalen Platz kämpft".

Deshalb müsse man wie zuletzt beim 3:1 gegen Leverkusen "eine Topleistung abliefern, vielleicht sogar noch besser, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, ein Ergebnis zu erzielen, das du brauchst", so der VfB-Coach. Es gehe darum, "unsere Prinzipien auf den Platz zu bringen". Das aktuelle Theater bei der Eintracht um Trainer Albert Riera interessierte Hoeneß deshalb nicht: "Für mich sind diese medialen Themen irrelevant. Ich messe dem nichts bei."

Auch einen Rückblick auf die bisherige Saison wollte Hoeneß angesichts der Bedeutung der beiden kommenden Spiele nicht zulassen. "Unser Blick geht klar nach vorne, da wollen wir die Highlights setzen", unterstrich der 44-Jährige. Verzichten muss er gegen Frankfurt erneut auf seinen rotgesperrten Kapitän Atakan Karazor. Dafür steht Finn Jeltsch nach seiner Bauchmuskelverletzung wieder zur Verfügung.

Zum Match-Center: FC Bayern vs. VfB Stuttgart

16:42 Uhr - KLEINDIENST VOR COMEBACK

Nationalspieler Tim Kleindienst steht rund ein Jahr nach seiner langwierigen Knieverletzung vor seinem Comeback. Der Angreifer könnte am letzten Bundesliga-Spieltag von Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die TSG Hoffenheim zumindest wieder zu einem Kurzeinsatz kommen.

"Es ist wirklich verrückt, wenn man darüber nachdenkt, dass die Verletzung jetzt fast genau ein Jahr her ist. Wenn man so lange raus ist, fühlt sich das manchmal endlos an", sagte der 30-Jährige in einem Interview mit Klubmedien über seine lange Leidenszeit: "Die vergangenen Wochen liefen sehr gut, ich konnte die Belastung Schritt für Schritt steigern. Deshalb bin ich sehr optimistisch, dass gegen Hoffenheim ein paar Minuten drin sein können. Allein die Aussicht darauf bedeutet mir nach dieser langen Zeit schon extrem viel."

Kleindienst hatte sich im Mai 2025 eine schwere Meniskusverletzung zugezogen. Ende November kam er zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga, ehe sein Knie erneut reagierte. Zuletzt gab er einen Einsatz am letzten Spieltag der Bundesliga als Ziel aus - und äußerte sogar die Hoffnung auf eine Nominierung für die WM (ab 11. Juni).

Zum Match-Center: Borussia Mönchengladbach vs. TSG Hoffenheim

16:30 Uhr - ÜBERSICHT - Der 34. Spieltag steht vor der Tür. Der FC Bayern wird am Ende des Heimspiels gegen den 1. FC Köln die wohlverdiente Meisterschale überreicht bekommen. In den anderen deutschen Stadien steht teilweise deutlich mehr auf dem Spiel. Die größte Spannung liegt wohl im Herzschlagfinale um den Relegationsplatz. Es ist das erste Mal in der langen Geschichte des deutschen Oberhausen, dass die drei Letztplatzierten mit der gleichen Punktzahl in das Saisonfinale gehen. 

Frank Schmidt, Dieter Hecking und Alexander Blessin kämpfen um den Klassenerhalt – doch nur einer von ihnen wird sich am Samstag in die Relegation retten können. Und weil das nicht genug ist, kommt es dann auch noch zum direkten Duell zwischen dem FC St. Pauli und den Wölfen am Millerntor. Der 1. FC Heidenheim, der die Rote Laterne am vergangenen Wochenende an die Kiezkicker abgeben konnte, wird parallel auf den bereits geretteten FSV Mainz 05 treffen. Das beste Torverhältnis hat die Mannschaft von Dieter Hecking. Und auch unabhängig davon, hat Christian Eriksen nach den letzten Partien wieder ein "gutes Gefühl"

Bundesligatabelle vor dem 34. Spieltag
Bundesligatabelle vor dem 34. SpieltagFlashscore

Aber auch im Kampf um die internationalen Plätzen ist noch einiges ungeklärt. Der VfB Stuttgart, die TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen haben alle samt noch Chancen auf das begehrte letzte Champions-League-Ticket. Die Schwaben werden im Frankfurter Deutsche Bank Park auf die Eintracht treffen, die ebenfalls noch eine kleine Chance auf den Einzug in die Conference League hat. In der Pole Position um den 7. Platz befinden sich allerdings der SC Freiburg, der RB Leipzig empfängt. 

Wie üblich am 34. Spieltag werden alle neun Partien zeitgleich um 15:30 Uhr angepfiffen.

Der 34. Spieltag im Überblick:

Samstag, 15:30 Uhr: FC Bayern vs. 1. FC Köln

Samstag, 15:30 Uhr: Werder Bremen vs. Borussia Dortmund

Samstag, 15:30 Uhr: FC St. Pauli vs. VfL Wolfsburg

Samstag, 15:30 Uhr: FSV Mainz 05 vs. 1. FC Heidenheim

Samstag, 15:30 Uhr: Eintracht Frankfurt vs. VfB Stuttgart

Samstag, 15:30 Uhr: Borussia Mönchengladbach vs. TSG Hoffenheim

Samstag, 15:30 Uhr: Bayer Leverkusen vs. Hamburger SV

Samstag, 15:30 Uhr: SC Freiburg vs. RB Leipzig

Samstag, 15:30 Uhr: Union Berlin vs. FC Augsburg