Anfang Juni hatte der Hamburger in Roland Garros seinen Grand-Slam-Fluch gebrochen und im 41. Anlauf erstmals bei einem der vier größten Turniere gewonnen.
Beim anschließenden Rasenklassiker in England hatte Alexander Zverev im Endspiel gegen seinen Angstgegner Jannik Sinner verloren. "Natürlich werden Sinner und Alcaraz weiter den Ton angeben, deshalb wird es alles andere als einfach", sagte Andrea Petkovic.

Fast 5.000 Punkte Rückstand auf Sinner
Derzeit ist Zverev mit 8.480 Punkten Weltranglistenzweiter vor dem Spanier Alcaraz, der aufgrund einer Verletzung am Handgelenk pausieren muss. Nummer eins bleibt Sinner mit 13.450 Punkten.

Bei den US Open (30. August bis 13. September), dem letzten Grand Slam des Jahres, werden 2.000 Punkte für den Gewinner vergeben. Sinner erreichte im Vorjahr das Finale, unterlag dort jedoch Alcaraz. Zverev war bereits in der dritten Runde an Félix Auger-Aliassime gescheitert.
Zverev ist "erwachsener und robuster"
Die Grundlage für Zverevs jüngste Erfolge sieht Petkovic in einer bewussten spielerischen Veränderung: "Anfangs hatte ich noch das Gefühl, dass der alte und der neue Alexander Zverev gleichzeitig auf dem Platz stehen. Je länger die Saison dauerte, desto mehr setzte sich der neue Spielstil durch. Wimbledon hat für mich endgültig gezeigt, dass er inzwischen komplett an dieses Spiel glaubt. Das ist keine kurzfristige Anpassung mehr, sondern seine neue Identität auf dem Platz."
Insgesamt sei Zverev "heute erwachsener, robuster und weiß sehr genau, welchen Weg er gehen möchte", sagte Petkovic.
